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Photometer für Mikrotiterplatten Hersteller/Typ: Microplate-Reader BioTek ELx808 Lieferumfang: wie abgebildet und beschrieben, kein weiteres Zubehör, Anleitung auf Wunsch als pdf Zustand: gebraucht, technisch und optisch gut Weiteres:
Kapazität des Filterrads: 6 Positionen, benutzerzugänglich
Messbereich: 0.000 bis 4.000 OD (optische Dichte)
Auflösung: 0.001 OD
Messgenauigkeit: Unter 1 Prozent bei 2.5 OD typisch
Linearität: Unter 1 Prozent bei 2.5 OD, unter 2 Prozent bei 3.5 OD
Reproduzierbarkeit: Unter 0.5 Prozent bei 2.5 OD
Lesegeschwindigkeit Einzelwellenlänge Normalmodus: 12 Sekunden für eine 96-Well Platte
Lesegeschwindigkeit Einzelwellenlänge Rapid-Modus: 8 Sekunden für eine 96-Well Platte
Kinetisches Mindestintervall: 6 Sekunden im Rapid-Modus für Wellenlängen über 400 nm
Lesemodi: Endpunkt (Endpoint), Kinetik (Kinetic), lineares Well-Scanning (Linear Well Scanning)
Schnittstellen: 1x Seriell (RS232-C, DB9-Anschluss) zur PC-Steuerung, 1x Parallel (Centronics-Druckerschnittstelle) zum direkten Protokolldruck
Speicherplatz Onboard-Software: Bis zu 55 anwenderprogrammierbare Protokolle, Transformationsformeln, Kurvenanpassungen
Anzeige: Integriertes zweizeiliges LED-Display mit je 24 Zeichen
Tastatur: Flüssigkeitsgeschützte Folientastatur für die Stand-Alone-Bedienung
Stromversorgung: Externes Netzteil, 100 bis 240 Volt Wechselstrom, automatische Anpassung, 50/60 Hz
Leistungsaufnahme: Maximal 100 VA
Abmessungen: Ungefähr 41,2 cm Breite mal 38,1 cm Tiefe mal 25,4 cm Höhe
Gewicht: Ungefähr 8,5 kg ohne externes Zubehör und Verpackung
Beschreibung: Das ELx808 ist ein bewährtes, automatisiertes Mehrkanal-Absorptionslesegerät für Mikrotiterplatten im 96-Well-Format. Die optischen Kanäle des Readers sind versetzt angeordnet, wodurch ein optisches Übersprechen (Crosstalk) zwischen benachbarten Wells effektiv verhindert wird. Das Gerät verfügt über einen internen Prozessor, ein LED-Display und eine robuste Folientastatur, wodurch es komplett eigenständig (Stand-Alone) ohne externen Computer betrieben werden kann. Alternativ lässt sich das System über die serielle Schnittstelle mittels Laborsoftware wie Gen5 oder KCjunior (nicht im Lieferumfang) vom PC aus steuern. Ein Onboard-Selbsttest überprüft bei jedem Einschalten (Powerup Sequenz) die internen elektronischen und optischen Komponenten auf fehlerfreie Funktion.
Typische Anwendungsfelder:
Enzymgekoppelte Immunadsorptionsassays (ELISA) im klinischen und industriellen Labor
Kinetische Enzymassays und Bestimmung von Enzymaktivitäten
Zellproliferationsstudien, Zellzählungen und Zytotoxizitätstests
Quantitative Bestimmung von Proteinen mittels BCA-, Bradford- oder Lowry-Assay
Quantifizierung von Nukleinsäuren im sichtbaren Wellenlängenbereich
Lebensmittelechtheitsprüfungen und Screening-Verfahren in Agrarlaboratorien
Endotoxin-Bestimmungen (LAL-Test) in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle
Vorteile:
Hohe mechanische Zuverlässigkeit und langlebige Hardwarekonstruktion
Eigenständiger Betrieb ohne Computer durch integrierten Prozessor und Display möglich
Versetztes optisches Design verhindert Signalübersprechen zwischen den Probenlöchern
Integrierter Referenzkanal gleicht Intensitätsschwankungen der Lichtquelle präzise aus
Großer dynamischer Messbereich bis zu 4.000 OD erlaubt Messungen hochkonzentrierter Proben
Sehr kurze kinetische Messintervalle von bis zu 6 Sekunden für schnelle Reaktionen
Hohe Flexibilität durch sechs Filterpositionen im leicht zugänglichen Filterrad
Umfangreiche Onboard-Datenanalyse für Kurvenberechnungen direkt im Gerät hinterlegbar
Getrennte serielle und parallele Anschlüsse ermöglichen simultane PC-Steuerung und Protokolldruck
Nachteile:
Keine integrierte Temperaturkontrolle (Inkubator) in dieser Basiskonfiguration vorhanden
Beschränkt auf Standard 96-Well Platten, keine Unterstützung für 384-Well oder 1536-Well Formate
Lichtquelle basiert auf klassischer Wolfram-Halogen-Technologie mit höherer Wärmeentwicklung als moderne LEDs
Filterbasiertes System erfordert den physischen Wechsel von Interferenzfiltern bei neuen Wellenlängenanforderungen
Wellenlängenbereich der Standardausführung beginnt erst bei 380 nm, Messungen im UV-Bereich (z.B. 340 nm) sind nicht möglich
Veraltete Parallelschnittstelle entspricht nicht mehr aktuellen IT-Infrastrukturen in modernen Labors
Das Funktionsprinzip des ELx808 basiert auf der klassischen Transmissions-Photometrie. Ein vertikal ausgerichteter Lichtstrahl, erzeugt von einer Wolfram-Halogen-Lampe, wird über ein Linsensystem parallelisiert. Das Licht passiert das rotierende Filterrad, in dem sich die spezifischen Interferenzfilter (405, 450, 490, 620 nm) befinden. Diese Filter isolieren die gewünschte Wellenlänge mit einer Bandbreite von 10 nm. Das monochromatische Licht wird über Glasfaserkabel auf die acht optischen Messkanäle sowie einen zusätzlichen Referenzkanal aufgeteilt. Die acht Lichtstrahlen durchdringen die Probenwells der Mikrotiterplatte von unten nach oben oder umgekehrt. Die Abschwächung des Lichts durch Absorption in der Probenflüssigkeit wird von acht Photodioden-Detektoren oberhalb der Platte gemessen. Der Referenzkanal misst parallel die ungefilterte beziehungsweise direkte Lichtintensität, um Schwankungen der Lampe mathematisch zu kompensieren. Das analoge Signal der Detektoren wird über einen Analog-Digital-Wandler digitalisiert und vom internen Mikroprozessor nach dem Lambert-Beerschen Gesetz in Werte der optischen Dichte (OD) umgerechnet.
Geschichtliche Betrachtung: Das ELx808 wurde in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren von dem US-amerikanischen Traditionsunternehmen BioTek Instruments entwickelt. Es etablierte sich rasch als ein weltweiter Industriestandard für die Durchführung von Routinetests und kinetischen ELISAs im mittleren Durchsatzbereich. Zu dieser Zeit stellte die Integration von umfangreichen mathematischen Formeln zur Kurvenberechnung direkt im Onboard-Speicher eines Kompaktgeräts einen großen technologischen Fortschritt dar, da Labore dadurch teure Computerarbeitsplätze einsparen konnten. Die Verwendung von parallelen Druckerschnittstellen (Centronics) war damals der Standard für den direkten Rohdatenausdruck auf Nadeldruckern oder frühen Laserdruckern. Im Jahr 2019 wurde BioTek Instruments von der Agilent Technologies Inc. übernommen. Trotz des fortschreitenden Alters des ursprünglichen Designs wird die Baureihe aufgrund ihrer extremen Robustheit, Präzision und Wartungsfreundlichkeit bis heute in vielen weltweiten Labors geschätzt und eingesetzt.
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Hersteller gemäß GPSR Agilent Technologies Deutschland GmbH, Lyonerstraße 20, 60528 Frankfurt am Main, Deutschland, cscwad_analytic-ism@agilent.com, https://agilent.com