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gebrauchter Dampf-Autoklav Fedegari FVS-1 40 Liter

gebrauchter Dampf-Autoklav Fedegari FVS-1 40 Liter

Artikelnummer: M607215
HAN: FVS/1
        Kategorie:         Medizinische Labortechnik         Medizinische Labortechnik    
  • guter Zustand
800,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • guter Zustand
Stk.
Beschreibung

vertikaler Dampfsterilisator

Hersteller / Typ: Fedegari FVS 1
Lieferumfang: wie abgebildet, ohne weiteres Zubehör,
Erhaltung: optisch mit üblichen Gebrauchsspuren, funktionstüchtig
Abholung / Versand: Speditionstransport in Ihrem oder meinem Auftrag oder Selbstabholung

Details:

Technische Daten
Hersteller: Fedegari Autoclavi S.p.A.
Vertrieb/Generalvertretung Deutschland 1992: Tecnomara Deutschland GmbH
Modellbezeichnung: FVS 1
Baujahr: 1992
Gerätenummer: 9477
Leistungsaufnahme: 5700 Watt (5,7 Kilowatt)
Nennspannung: 3x 380 Volt
Zulässiger Betriebsüberdruck Nutzraum: 2,5 / -1 bar
Zulässiger Betriebsüberdruck Mantelraum: 2,5 bar
Zulässige Betriebstemperatur Nutzraum: 140 Grad Celsius
Zulässige Betriebstemperatur Mantelraum: 140 Grad Celsius
Inhalt Nutzraum: 45 Liter
Beschickungsmittel Nutzraum: Dampf
Beschickungsmittel Mantelraum: Dampf
Bauart: Vertikaler Standautoklav / Standgerät

Das Gerät ist ein kompakter vertikaler Laborautoklav in robuster Industrieausführung, der als Standgerät konzipiert ist. Die Beladung des Druckbehälters erfolgt von oben (Top-Loader), was das einfache Einsetzen von Körben und hohen Gefäßen ermöglicht. Das Gehäuse besteht aus widerstandsfähigen, satinierten Edelstahlpaneelen, während die Sterilisationskammer selbst aus elektropoliertem, hochwertigem Edelstahl gefertigt ist, um eine optimale Korrosionsbeständigkeit und leichte Reinigung zu garantieren. Zur Ausstattung der FVS-Baureihe gehört ein schwenkbarer Deckel mit Schnellverschluss und integrierter Sicherheitsverriegelung, die ein Öffnen unter Druck mechanisch verhindert. Die Beheizung des Kessels erfolgt über integrierte elektrische Heizelemente zur direkten Dampferzeugung im Mantel- beziehungsweise Nutzraum.

Typische Anwendungsfelder:

  • Sterilisation von Nährmedien, Agarböden und biologischen Lösungen in offenen oder leicht geöffneten Behältern
  • Aufbereitung und Sterilisierung von leeren Laborgläsern, Pipettenspitzen, Flaschen und Instrumenten
  • Dekontamination und Vernichtung von infektiösen Laborabfällen sowie mikrobiologischen Kulturen vor der Entsorgung
  • Keimfreimachen von kleineren Werkzeugen, Maschinenteilen und Zubehörteilen im pharmazeutischen oder biotechnologischen Bereich
  • Einsatz in mikrobiologischen, chemischen und medizinischen Instituten, Universitätslaboratorien sowie der Qualitätskontrolle der Lebensmittelindustrie

Vorteile:

  • Sehr kompakte Stellfläche im Labor durch die vertikale Ausrichtung des zylindrischen Druckbehälters
  • Extrem langlebige und massive mechanische Konstruktion, die sich durch hohe Materialstärken und Zuverlässigkeit im jahrzehntelangen Dauereinsatz auszeichnet
  • Hohe maximale Betriebstemperatur von 140 Grad Celsius ermöglicht schnelle, effektive Sterilisationszyklen bei erhöhtem Druck
  • Unabhängige Überwachungsmöglichkeit durch separate Wertebereiche und Absicherungen für den Nutzraum und den Mantelraum
  • Einfache Beschickung von oben, wodurch auch tiefe Flüssigkeitsbehälter oder sperrige Laborutensilien unkompliziert platziert werden können
  • Reinigungsfreundliche Innenflächen dank elektropolierter Kammeroberflächen, die Rückstände und Anhaftungen minimieren

Nachteile:

  • Das Baujahr 1992 bedingt eine ältere, elektromechanische oder frühe mikroprozessorgesteuerte Elektronik, die im Vergleich zu modernen Systemen weniger Programme bietet
  • Fehlende moderne digitale Schnittstellen wie USB, Netzwerkanschlüsse oder Touch-Displays für eine automatisierte, papierlose Datenaufzeichnung
  • Relativ hohes Eigengewicht im Verhältnis zum nutzbaren Kammervolumen von 45 Litern, was den Transport erschwert
  • Höherer manueller Bedienaufwand bei der Zyklusüberwachung und manuellen Protokollierung im Vergleich zu vollautomatisierten Autoklaven neuerer Generationen
  • Ersatzteilbeschaffung für spezifische Erstgenerationen-Komponenten und Dichtungen der frühen Baureihen kann sich aufwendig gestalten

Das Geräteprinzip des Autoklaven beruht auf der Sterisation mittels feuchter Hitze unter Druck. Wasser wird innerhalb des Systems erhitzt, bis es verdampft. Da der Druckbehälter gasdicht verschlossen ist, steigt parallel zur Temperatur der physikalische Druck im Inneren an. Durch den erhöhten Druck siedet das Wasser erst bei deutlich höheren Temperaturen als den normalen 100 Grad Celsius. Der erzeugte, gesättigte Wasserdampf kondensiert an den kühleren Oberflächen des Sterilisierguts und gibt dabei seine latente Kondensationswärme ab. Diese Kombination aus hoher Temperatur und Feuchtigkeit zerstört zielsicher Proteinstrukturen sowie genetisches Material von Mikroorganismen, Sporen, Viren und Bakterien, was mit trockener Hitze bei diesen Temperaturen nicht möglich wäre.

Geschichtlich betrachtet gilt das italienische Familienunternehmen Fedegari, gegründet im Jahr 1953, als einer der weltweiten Pioniere und Qualitätsführer im Bereich der Sterilisationstechnik. In den 1980er und 1990er Jahren wandelte sich der Markt für Laborautoklaven grundlegend. Während ältere Geräte oft ungenau über rein analoge Manometer und einfache Zeitschaltuhren gesteuert wurden, setzten Hersteller wie Fedegari in Kooperation mit spezialisierten Distributoren wie Tecnomara in dieser Epoche verstärkt auf präzisere Steuerungssysteme und verbesserte Sicherheitsverriegelungen. Die FVS-Baureihe aus dem Jahr 1992 markiert den Übergang zu robusten Systemen, die den gestiegenen Anforderungen an die Reproduzierbarkeit von Laborprozessen und den strengeren Arbeitsschutzrichtlinien der europäischen Märkte entsprachen.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Fedegari Autoclavi S.p.A., SS 235 km 8, 27010 Albuzzano (PV), Italien, fedegari@fedegari.com, https://fedegari.com
Stk.