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gebrauchter Elektrobrenner n. Dr. Hofmann Horo Brenner E mit Leistungssteuerung

gebrauchter Elektrobrenner n. Dr. Hofmann Horo Brenner E mit Leistungssteuerung

Artikelnummer: K2d107
HAN: 70 02-9018602
        Kategorie:         Heizgeräte & Kühlgeräte         Heizgeräte & Kühlgeräte    
  • guter Zustand
150,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • guter Zustand
Stk.
Beschreibung

Artikel: Elektrobrenner nach Dr. Hofmann D.B.P.
Hersteller/Typ: HORO Brenner E
Erhaltung: gut
Lieferumfang: wie abgebildet, kein weiteres Zubehör
Weiteres:

  • Anschlussspannung: 230 Volt Wechselstrom (AC)
  • Netzfrequenz: 50 / 60 Hertz (Hz)
  • Maximale Leistungsaufnahme: ca. 590 Watt
  • Erreichbare Temperatur im Kamininneren: ca. 800 Grad Celsius bis 900 Grad Celsius
  • Anheizzeit bis zur Betriebstemperatur: ca. 1,5 bis 2 Minuten
  • Gehäusedurchmesser Sockel: ca. 125 Millimeter
  • Gesamthöhe des Brenners: ca. 170 Millimeter
  • Kamindurchmesser innere Öffnung: 38 Millimeter
  • Kaminmaterial: Hitze-, säure- und laugenbeständige Keramik mit durchgehender zylindrischer Öffnung
  • Wärmetauscher: Quadratrohr im Kamininneren aus einer hochfeuerfesten, säurebeständigen Speziallegierung
  • Heizungsbauart: Vollständig geschlossenes Heizelement zum Schutz gegen herabtropfende oder überlaufende Medien
  • Leistungssteuerung: Externer elektronischer Leistungssteller (Phasenanschnittsteuerung) zur stufenlosen Hitzeregulierung
  • Netzanschluss: Fest montiertes, hitzebeständiges Netzkabel mit einer Länge von 1,5 Metern und Schutzkontaktstecker

Der Elektrobrenner nach Dr. Hofmann Horo Brenner E mit Leistungssteuerung ist eine flammenlose elektrische Hitzequelle, die als sichere Alternative zum klassischen, gasbetriebenen Bunsenbrenner in Laboratorien eingesetzt wird. Das Gerät besitzt einen vertikalen, hochisolierenden Keramikkamin, in dessen Innerem ein metallischer Wärmetauscher sitzt. Nach dem Einschalten glüht das Innere des Kamins hellrot auf und erzeugt einen stark konzentrierten, vertikal nach oben gerichteten Heißluftstrom. Über den zugehörigen, zwischengeschalteten Leistungsregler lässt sich die Heizleistung stufenlos regulieren, um die Intensität des Hitzestroms exakt an das jeweilige Medium anzupassen. Auf dem oberen Kaminrand befinden sich integrierte Nocken, die ein direktes Aufsetzen von Tiegeln oder speziellen Glühmuffen ermöglichen.

Typische Anwendungsfelder im Labor:

  • Erhitzen von flüssigen Proben in Reagenzgläsern, Bechergläsern, Erlenmeyerkolben und Rundkolben unter Nutzung eines externen Ständers
  • Glühen und Veraschen von festen chemischen oder biologischen Substanzen in Porzellantiegeln oder Platintiegeln
  • Schmelzen von Feststoffen, Salzen und metallischen Proben im Mikro-Maßstab
  • Sterilisieren und Ausglühen von mikrobiologischen Impfösen, Nadeln und Spateln direkt über der Kaminöffnung
  • Sicheres Arbeiten in Laboratorien, in denen aufgrund von Sicherheitsbestimmungen oder fehlender Infrastruktur keine offenen Gasflammen oder Gasanschlüsse zulässig sind
  • Einsatz unter Abzügen zur Vermeidung von Turbulenzen, die durch herkömmliche Gasbrenner-Flammen verursacht werden

Vorteile:

  • Maximale Arbeitssicherheit im Laboralltag durch den vollständigen Verzicht auf eine offene Flamme, wodurch die Brand-, Explosions- und Vergiftungsgefahr durch unbemerkt ausströmendes Gas eliminiert wird.
  • Sauberes und absolut geruchloses Arbeiten in normaler Atmosphäre ohne jegliche Rußbildung oder reduzierende chemische Flammenwirkung auf die Probengefäße.
  • Durch die integrierte Leistungssteuerung lässt sich die thermische Energie hochpräziere dosieren, was eine gleichmäßige Erwärmung garantiert und partielle, punktuelle Überhitzungen empfindlicher Glaswaren verhindert.
  • Die geschlossene Bauart des inneren Heizelements macht den Brenner unempfindlich gegenüber aggressiven, überlaufenden Flüssigkeiten oder herabfallenden Probenresten.
  • Hohe Flexibilität und sofortige Betriebsbereitschaft an jeder standardmäßigen Schuko-Steckdose ohne Abhängigkeit von einer zentralen Gasversorgung.

Nachteile:

  • Im Vergleich zur fokussierten Kernzone einer Gasflamme ist der heiße Luftstrom räumlich breiter gestreut, was das gezielte, punktuelle Erhitzen von winzigen Objekten erschwert.
  • Nach dem Ausschalten speichert die massive Keramik des Kamins die Hitze über einen längeren Zeitraum, was bei unvorsichtigem Umstellen zu einer Verbrennungsgefahr führt.
  • Die maximale Arbeitstemperatur ist physikalisch auf rund 800 bis 900 Grad Celsius begrenzt, weshalb sehr hochschmelzende Aufschlüsse, die eine heiße rauschende Bunsenbrennerflamme erfordern, nicht realisiert werden können.

Das physikalische Prinzip des Horo Brenner E basiert auf der elektrischen Widerstandsheizung in Kombination mit intensiver Konvektion und Wärmestrahlung. Ein elektrischer Strom fließt durch ein geschütztes Heizleitersystem, das den zylindrischen Keramikkamin umschließt. Ein im Zentrum des Kamins fixiertes Quadratrohr fungiert als hocheffizienter Wärmetauscher. Die Umgebungsluft tritt von unten in die durchgehende Kaminöffnung ein, erwärmt sich an den rotglühenden Innenwänden und steigt als kontinuierlicher, extrem heißer Luftstrahl nach oben. Die Leistungssteuerung greift dabei über eine elektronische Schaltung in die Spannungsversorgung ein und drosselt oder erhöht die Leistungsaufnahme, um die Strahlungstemperatur des Kamins im Dauerbetrieb stabil zu halten.

Geschichtlich betrachtet geht die Entwicklung dieses Gerätetyps auf die Initiative von Dr. Hofmann zurück, der eine fundamentale Sicherheitslücke im modernen Laborwesen schließen wollte. Über ein Jahrhundert lang war der von Robert Wilhelm Bunsen im Jahr 1855 perfektionierte Gasbrenner das unangefochtene Standardwerkzeug zum Erhitzen. Mit dem Aufkommen von leicht flüchtigen, hochentzündlichen organischen Lösungsmitteln in der Synthesechemie und Pharmazie des 20. Jahrhunderts stieg die Zahl der Laborbrände durch offene Flammen jedoch drastisch an. In den 1960er und 1970er Jahren entwickelte die Firma Horo auf Basis der Patente von Dr. Hofmann den elektrischen Laborbrenner als deutsche Bundespatentanmeldung (D.B.P.). Diese Erfindung ermöglichte es erstmals, die klassischen Arbeitsschritte des Bunsenbrenners in einer geschützten, funkenfreien Umgebung durchzuführen, was den Brandschutz in biologischen, medizinischen und chemischen Instituten revolutionierte.

 
Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
HORO Dr. Hofmann GmbH, Rudolf-Diesel-Straße 8, 73760 Ostfildern, Deutschland, info@horo.eu, https://horo.eu
Stk.