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gebrauchter Handdispenser Eppendorf Multipette 4780

gebrauchter Handdispenser Eppendorf Multipette 4780

Artikelnummer: K8e307123

Eppendorf Repeater Pipette 4780

20,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:

Eppendorf Repeater Pipette 4780

Beschreibung

Artikel: manuell betriebener Dispenser zur Aufnahme von PD-Tips
Hersteller/Typ: Eppendorf 4780
Volumen: 0,01 ml - 50 ml (je nach verwendeter Spitze (Combitip)
Dosiervolumen pro Handbetätigung: 1µl - 5 ml (je nach verwendeter Spitze)
Erhaltung: gebraucht, Gebrauchsspuren, aus laufendem Betrieb, funktionstüchtig. Anders als sonst in meinem Shop üblich habe ich hier nur exemplarisch ein optisch schlechter erhaltenes Exemplar fotografiert. Sie erhalten einen 4780-Dispenser in ähnlicher oder besserer Erhaltung.
Lieferumfang: Grundgerät wie abgebildet, Anleitung als pdf auf Anfr., kein weiteres Zubehör (keine Adapter, keine Spitzen)
Weiteres:

  • Dosierbereich von 10 Mikroliter bis 5 Milliliter bei Verwendung von Original-Verbrauchsmaterialien
  • Erweiterter Volumenbereich von 1 Mikroliter bis 50 Milliliter je nach Kompatibilität der eingesetzten Dosierspitzen
  • Maximale Anzahl von Dosierschritten beträgt 48 Pipettierschritte mit einer einzigen Zylinderfüllung
  • Einstellungsstufen über ein analoges Wählrad mit den Stufen 1 bis 5 für variable Teilvolumina
  • Anzahl der wählbaren Dosiervolumina liegt bei 22 verschiedenen Volumeneinstellungen
  • Arbeitsweise erfolgt rein mechanisch ohne elektronische Bauteile oder Batterien
  • Das Gewicht liegt bei circa 100 Gramm
  • Gehäusematerial besteht aus robustem, chemikalienbeständigem Kunststoff

Der Handdispenser ist ein manuell betriebenes Liquid-Handling-Laborgerät für präzise und repetitive Dosieraufgaben im Laboralltag. Das Produkt zeichnet sich durch seine rein mechanische Steuerung aus, bei der das gewünschte Teilvolumen über ein Einstellrad oben am Griff festgesetzt wird. Durch das Herunterdrücken des oberen Dosierhebels wird jeweils exakt eine vordefinierte Teilmenge der Flüssigkeit abgegeben, ohne dass nach jedem Einzelschritt neu angesaugt werden muss. Ein separater Füllhebel an der Vorderseite dient dem vollständigen Aufziehen des Kolbens beim Befüllen der Dosierspitze.

Typische Anwendungsfelder:

  • Seriendosierung von Reagenzien in Mikrotiterplatten oder Reaktionsgefäße bei langen Versuchsreihen
  • Befüllen von Probenröhrchen mit identischen Volumina in der klinischen Chemie und Mikrobiologie
  • Verteilung von viskosen Flüssigkeiten, Ölen oder Medien mit hoher Dichte in der chemischen Forschung
  • Dosieren von leicht flüchtigen Substanzen, Lösungsmitteln oder Säuren mit hohem Dampfdruck im Analytiklabor
  • Aliquotieren von Stammlösungen, Puffern und biologischen Proben in der Zellkultur und Molekularbiologie

Vorteile:

  • Enorme Zeitersparnis und Reduktion von Muskelermüdung bei sich wiederholenden Pipettiervorgängen durch das Mehrfach-Abgabe-Prinzip
  • Unabhängigkeit von Stromnetzen, Akkus oder Batterielaufzeiten durch rein mechanische Funktionsweise
  • Hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit auch bei schwierigen Flüssigkeiten wie viskosen Medien oder leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln
  • Kontaminationsfreies Arbeiten, da die Flüssigkeit im Direktverdrängerprinzip keinen Kontakt zum Grundgerät hat
  • Hohe Langlebigkeit und einfache Wartung aufgrund des Verzichts auf empfindliche Elektronikkomponenten

Nachteile:

  • Keine digitale Anzeige des eingestellten Volumens, was das Ablesen von Tabellen zur Volumenbestimmung erfordert
  • Manueller Kraftaufwand beim Auslösen der Dosierschritte erforderlich, was bei sehr langen Serien ermüdend sein kann
  • Kein automatischer Spitzenabwurf integriert, die Entnahme der Spitzen erfolgt per Handzug
  • Gerät ist nicht im Ganzen autoklavierbar, was die Sterilisationsmöglichkeiten einschränkt
  • Volumenauswahl ist an feste Rasterstufen von 1 bis 5 gebunden und nicht stufenlos digital programmierbar

Das Gerät arbeitet nach dem physikalischen Direktverdrängerprinzip. Im Gegensatz zu klassischen Luftpolsterpipetten steht der Kolben der eingesetzten Spritzenspitze in direktem mechanischem Kontakt mit der zu dosierenden Flüssigkeit. Ein beweglicher Stempel im Inneren des Gehäuses greift in die Kolbenstange der Dosierspitze ein. Beim Dosieren schiebt ein präzises mechanisches Schrittschaltwerk den Kolben bei jedem Hub um eine exakt definierte Distanz nach unten. Dadurch wird das Entstehen eines Luftpolsters komplett verhindert. Das Prinzip sorgt dafür, dass die Viskosität, die Dichte oder der Dampfdruck der Probe keinen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit haben.

Geschichtlich betrachtet gehört dieses Modell zu den Pionieren des modernen Liquid Handlings in den Laboratorien des späten 20. Jahrhunderts. Es wurde entwickelt, um die damals weit verbreiteten, zeitaufwendigen und fehleranfälligen Methoden des seriellen Pipettierens mit klassischen Glas- oder Einmalpipetten abzulösen. Als erstes weit verbreitetes System seiner Art etablierte es das Konzept des Repetierdispensers weltweit in der biomedizinischen Forschung. Es setzte den Standard für das schnelle Befüllen ganzer Versuchsreihen und bildete das mechanische Fundament für alle nachfolgenden, heute gebräuchlichen elektronischen und sensorunterstützten Dispensersysteme.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Eppendorf SE, Barkhausenweg 1, 22339 Hamburg, eppendorf@eppendorf.de, https://eppendorf.com