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Hersteller: IKA LabDisc white Lieferumfang: Gerät mit Netzteil, Anleitung Zustand: gebraucht, Gebrauchsspuren, technisch ohne Mängel Beschreibung:
Modellbezeichnung: IKA Lab Disc
Motivvariante: white
Gerätetyp: Verschleißfreier Magnetrührer ohne Heizung
Anzahl der Rührstellen: 1
Rührmenge Max. pro Rührstelle (H2O): 0,5 l
Motornennleistung Abgabe: 2 W
Drehzahlbereich: 15 ... 1500 U/min
Drehzahländerung pro Tastendruck: 50 U/min
Drehzahlanzeige: LED-Laufbalken / LED-Zeile
Aufstellfläche Material: Polyester
Aufstellfläche Abmessungen: Durchmesser 100 mm
Automatischer Richtungswechsel (Intervallbetrieb): Alle 30 s
Schutzart nach DIN EN 60529: IP 65
Abmessungen des Gesamtgeräts (Breite x Tiefe x Höhe): 116 x 175 x 12 mm
Nettogewicht: 0,3 kg
Zulässiger Umgebungsbereich (Temperatur): +5 ... +40 °C
Zulässige relative Feuchte: 80 %
Netzanschluss Netzspannung: 100 ... 240 V AC
Netzfrequenz: 50 ... 60 Hz
Geräte-Spannung: 12 V DC
Stromaufnahme: 300 mA
Der IKA Lab Disc in der Designvariante white ist ein extrem flacher, kompakter und verschleißfreier Magnetrührer, der sich durch ein modernes Oberflächendesign auszeichnet. Das Gerät basiert auf einer hochentwickelten elektromagnetischen Spulenstruktur ohne bewegliche Motorteile im Inneren, was einen völlig wartungsfreien Betrieb garantiert. Die Bedienung erfolgt über eine vollkommen geschlossene, spritzwassergeschützte Folientastatur, bei der die Drehzahl über Folientasten in 50er-Schritten von 15 ... 1500 U/min digital eingeregelt wird. Ein LED-Laufbalken visualisiert die eingestellte Geschwindigkeitsstufe. Um eine optimale Durchmischung und die Auflösung schwieriger Substanzen zu gewährleisten, besitzt das Gerät eine integrierte Intervallfunktion, die alle 30 s die Drehrichtung des Rührfischchens automatisch umkehrt. Dank der hohen Schutzart IP 65 kann das Gerät problemlos unter rauen Bedingungen betrieben und unter fließendem Wasser gereinigt werden.
Typische Anwendungsfelder
Apothenkenrezepturen und medizinische Labore zur schonenden Herstellung flüssiger Arzneimittelformen und Lösungen
Analytische Chemie für Reihentests, Probenvorbereitungen und kontinuierliche Titrationen bei kleinen Volumina bis 500 mL
Biochemische Untersuchungen in mikrobiologischen Brutschränken oder Klimakammern dank der geringen Eigenerwärmung
Durch den vollständigen Verzicht auf mechanisch bewegte Antriebsteile wie Kohlebürsten, Riemen oder mechanische Motoren ist das System absolut verschleißfrei und geräuschlos im Dauerlauf. Die extrem flache Bauhöhe von lediglich 12 mm spart maximalen Arbeitsplatz auf dem Labortisch und ermöglicht die einfache Integration unter komplexen Glasapparaturen. Die hermetisch versiegelte Gehäusestruktur mit der IP 65 Zertifizierung bietet einen exzellenten Schutz gegen aggressive verschüttete Medien und erlaubt eine gründliche Reinigung. Der automatische Richtungswechsel bricht Strömungswirbel effizient auf und beschleunigt Lösevorgänge signifikant. Zu den Nachteilen gehört die strikte Begrenzung der Rührmenge auf maximal 0,5 l wässriger Lösung, wodurch das Gerät für größere Laboransätze ungeeignet ist. Zudem besitzt das Modell keine integrierte Heizfunktion, sodass thermisch unterstützte Lösevorgänge ein separates Heizmedium erfordern. Die Drehzahlanzeige erfolgt lediglich über einen LED-Balken und bietet keine exakte zifferngenaue Ist-Wert-Anzeige.
Das physikalische Prinzip dieses elektronischen Magnetrührers basiert auf dem Induktionsantrieb über ein rotierendes elektromagnetisches Feld. Anstelle eines physisch rotierenden Dauermagneten, der von einem Elektromotor gedreht wird, verwendet dieses Gerät eine kreisförmige Anordnung fest verbauter Induktionsspulen unterhalb der Aufstellfläche. Ein integrierter Mikroprozessor steuert diese Spulen sequenziell mit Wechselstrom an, wodurch ein elektronisch rotierendes Magnetfeld erzeugt wird. Das im Flüssigkeitsgefäß befindliche magnetische Rührstäbchen (Rührfisch) koppelt sich an dieses Feld und rotiert synchron mit. Durch die periodische Phasenumkehrung der elektronischen Ansteuerung wird der automatische Richtungswechsel ohne mechanische Umschaltverzögerung realisiert.
Geschichtlich betrachtet geht der klassische Magnetrührer auf die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, als motorgetriebene Permanentmagnete die unhandlichen mechanischen Überkopfrührwerke in den Laboren ersetzten. Diese Motoren waren jedoch stets verschleißanfällig und bauten verhältnismäßig hoch. In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren revolutionierte der Einzug der mikroprozessorgesteuerten Leistungselektronik den Gerätemarkt. Der deutsche Branchenprimus IKA (Staufen, gegründet 1910) nutzte diese Technologie, um mit Modellen wie dem Lab Disc völlig neue Maßstäbe in Bezug auf Kompaktheit und Haltbarkeit zu setzen. Das Gerät brach radikal mit dem klassischen, rein funktionalen grauen Labor-Design, indem es eine ultrahöhere Gehäusedichte mit wechselnden, grafischen Motiven kombinierte. Diese Design-Evolution machte moderne Induktionsrührer zu langlebigen Standardwerkzeugen im globalen Forschungsbetrieb.