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gebrauchter Tubenfüller, Edelstahl+POM, Gewindegröße M9

gebrauchter Tubenfüller, Edelstahl+POM, Gewindegröße M9

Artikelnummer: K2d3
HAN: 3036
  • sehr guter Zustand
  • ca. 150 mL (Zylindervolumen rd. 175 mL)
60,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • sehr guter Zustand
  • ca. 150 mL (Zylindervolumen rd. 175 mL)
Stk.
Beschreibung

Artikel: Tubenfüller aus Apotheke
Eigenschaften:  Gewindegröße M9
Zustand: gut bis sehr gut
Lieferumfang: wie abgebildet (Originalfotos), kein weiteres Zubehör
Weiteres:

  • Hersteller: apotec (WEPA Apothekenbedarf GmbH)
  • Produktgruppe / Geräteart: Rezeptur-Zubehör für Salbenabfüllung
  • Modell-Bezeichnung: apotec Tubenfüller 100g Plexy M9
  • Material des Füllzylinders / Innenteils: POM (Polyoxymethylen / Polyacetal), Farbe Weiß
  • Material des Außenbechers / Gehäuses: Edelstahl (Rostfreier V2A/V4A-Edelstahl)
  • Material des integrierten Gewindestücks: Edelstahl
  • Abmessungen des Edelstahl-Außenbechers: Durchmesser ca. 57 Millimeter, Höhe ca. 70 Millimeter
  • Nennvolumen / Füllkapazität: Ausgelegt für das Abfüllen bis 100-Gramm-Tuben
  • Gewindegröße der Schnittstelle: M9 (Passend für Standard-Aluminiumtuben und aponorm-Tuben)
  • Rezeptur-Kompatibilität: Halbfeste pharmazeutische und kosmetische Zubereitungen, Salben, Cremes, Gele

Beschreibung des Gerätes, typische Anwendungsfelder

Das abgebildete Gerät ist ein manueller Tubenfüller (auch als Tubenfüllgerät, Kolbenfüller oder Salben-Abfüllzylinder bekannt) für die Apothekenrezeptur und Kleinstserienfertigung. Die Konstruktion besteht aus einer zweiteiligen Systemarchitektur: Einem massiven Außenbecher aus gebürstetem Edelstahl und einem herausnehmbaren, massiven Füllzylinder (Innenteil) aus weißem Kunststoff. Bei diesem Kunststoff handelt es sich bewusst nicht um das spröde Melaminharz älterer Generationen, sondern um hochfestes, chemisch beständiges POM (Polyoxymethylen), das im medizinischen Apparatebau für physiologisch unbedenkliche Bauteile Standard ist. Das Innenteil verfügt an der Unterseite über eine metallische Edelstahl-Gewindebuchse mit einem M9-Innengewinde. Die Tube wird vor dem Befüllen kopfüber mit ihrem M9-Außengewinde in diese Buchse eingeschraubt. Anschließend wird die Salbe von der offenen Rückseite der Tube her eingepresst oder der Füllkolben mechanisch betätigt, um eine luftblasenfreie und saubere Dosierung direkt in den Tubenkörper zu gewährleisten. [1]

Typische Anwendungsfelder:

  • Apothekenrezepturen zur individuellen und magistralen Abfüllung von ärztlich verordneten Individualsalben in Aluminiumtuben
  • Kosmetische Laboratorien zur manuellen Konfektionierung von Testmustern, Cremeproben und Heilsalben in Kleinstmengen
  • Medizinische Lehreinrichtungen und Universitäten zur praktischen Demonstration pharmazeutischer Abfüll- und Verpackungstechniken
  • Qualitätskontrolle und Galenik-Entwicklung zur probeweisen Stabilitätsprüfung von Pasten in Originalgebinden

Vorteile:

  • Hohe mechanische Schlagfestigkeit und Zähigkeit durch den Einsatz von POM anstelle von bruchanfälligem Melaminharz
  • Hervorragende chemische Beständigkeit gegen Alkohole, Salbengrundlagen, ätherische Öle und organische Lösungsmittel
  • Leichtgängige Reinigung und problemlose Desinfektion durch die glatte, porenfreie Oberfläche des Kunststoff-Innenteils
  • Hohe Standfestigkeit und dauerhafter Korrosionsschutz beim Arbeiten im Labor durch den schweren Edelstahl-Außenbecher
  • Garantiert luftblasenfreie Abfüllung im kritischen M9-Gewindebereich durch die präzise geführte Edelstahl-Gewindebuchse

Nachteile:

  • Nicht unbegrenzt autoklavierbar bei sehr hohen Temperaturen, da POM im Dauereinsatz über 120 Grad Celsius an Formstabilität verlieren kann
  • Strikt auf die Gewindegröße M9 limitiert, so dass Tuben mit M7- oder M11-Gewinde ohne optionale Adaptersets nicht verarbeitet werden können
  • Rein manuelles Arbeitsverfahren, das sich aufgrund des Zeitaufwands pro Tube nicht für industrielle Serienproduktionen eignet

Das Geräteprinzip basiert auf der mechanischen Zwangsführung einer viskosen Masse durch ein definiertes Reduzierstück direkt in den Hals einer Verpackungstube. Der Kunststoffzylinder dient dabei als formstabiles Reservoir, während der äußere Edelstahlbecher die extremen radialen Drücke abfängt, die beim Einpressen zäher Pasten und Zinksalben entstehen. Durch das Verschrauben des Tubenhalses mit dem M9-Gewindestück des Füllers wird eine hermetische, formschlüssige Verbindung hergestellt. Dies stellt sicher, dass die Salbe ausschließlich den Weg des geringsten Widerstands wählt und den Tubenkörper gleichmäßig von unten nach oben auffüllt, ohne dass Lufttaschen eingeschlossen werden.

Geschichtlich betrachtet ist der manuelle Tubenfüller ein elementares Werkzeug der Apothekenhistorie des 20. Jahrhunderts. Bevor automatisierte Tubenfüllmaschinen die industrielle Produktion dominierten, war die Herstellung und Abfüllung von Salben reine Handarbeit vor Ort in der Apotheke. Die Ur-Modelle dieser Füllhilfen bestanden vollständig aus Porzellan oder Bakelit, später setzte sich in den 1960er und 1970er Jahren das weiße Melaminharz durch. Melaminharz hatte jedoch den Nachteil, bei Stürzen oder zu festem Einspannen leicht zu reißen oder zu splittern. Mit dem Aufkommen moderner technischer Thermoplaste modifizierten Marken wie apotec das System: Das Innenteil wurde aus dem elastischen und dennoch harten POM gefertigt, während die mechanisch beanspruchte Außenhülle aus unverwüstlichem Edelstahl hergestellt wurde. Dieses Hybriddesign verbindet die hygienischen Anforderungen des Arzneibuches mit der Langlebigkeit moderner Laborwerkzeuge.



 

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
wepa, Am Fichtenstrauch 6–10, 56204 Hillscheid, info@wepa-apothekenbedarf.de, https://wepa-apothekenbedarf.de
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