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gebrauchter 60-Stellen-Magnetrührer H+P Stirring Drive 60 mit Telemodul 40C

gebrauchter 60-Stellen-Magnetrührer H+P Stirring Drive 60 mit Telemodul 40C

Artikelnummer: K10b94
HAN: 50088023
        Kategorie:         Rührer, Mühlen, Homogenisatoren         Rührer, Mühlen, Homogenisatoren    
  • elektronischer Magnetrührer, wartungsfrei
  • H+P Telesystem
600,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • elektronischer Magnetrührer, wartungsfrei
  • H+P Telesystem
Beschreibung

elektronisches Mehrstellen-Magnetrührgerät für den Laborbereich
Hersteller/Typ:
 H+P Telesystem Stirring Drive 60 Order Nr. 46000 (vergl. m. 50088023) mit Telemodul 40C (Order-Nr. 90445)
Lieferumfang: Magnetrührgerät mit Steuerung und Netzteil
Zustand: gebraucht, moderate Gebrauchsspuren, technisch ohne Mängel
Beschreibung (o.Gewähr):

  • Magnetrührer-Antriebseinheit: Stirring Drive 60
  • Anzahl der Rührstellen: 60 Rührpositionen
  • Steuerungseinheit: Telemodul 40C
  • Antriebsprinzip: Verschleißfreier, motorloser induktiver Magnetantrieb
  • Gehäusematerial: Edelstahl, hermetisch dicht verschlossen
  • Rührstellenabstand: Raster für standardisierte Probenbehälter und Multititerplatten
  • Betriebsbedingungen im Wasserbad: Einsetzbar in Flüssigkeiten und Wasserbädern bis zu plus 95 Grad Celsius
  • Schutzklasse: Wasserdichte Ausführung der Rühreinheit für den Unterwassereinsatz
  • Drehzahleinstellung: Digital regelbar über die externe Steuerungseinheit
  • Konnektivität: Dediziertes Verbindungskabel von der Antriebsplatte zum Steuermodul

Der Magnetrührer besteht aus der externen Antriebsplatte Stirring Drive 60 und der separaten Steuereinheit Telemodul 40C. Da die Rühreinheit keinen eigenen Motor besitzt, arbeitet sie verschleißfrei und geräuschlos. Das flache Edelstahlgehäuse ist komplett versiegelt, wodurch der Rührantrieb direkt in Wasserbädern, Inkubatoren oder Klimaschränken platziert werden kann. Die Hitzeentwicklung im Inneren des Gehäuses entfällt bauartbedingt fast vollständig. Das System erlaubt das synchrone Mischen von Probenflüssigkeiten in bis zu 60 Gefäßen gleichzeitig bei identischen Drehzahlen.

Das Telemodul 40C ist ein leistungsstarkes, prozessorgesteuertes externes Steuergerät der klassischen Baureihe von H+P Labortechnik Variomag. Es dient der präzisen Regelung motorloser, induktiver Mehrstellen-Magnetrührer und unterscheidet sich von kleineren Modulen vor allem durch seine erweiterten Automatisierungs- und Programmierfunktionen.

  • Schnittstelle RS232C: Das Gerät verfügt über eine serielle RS232C-Schnittstelle auf der Rückseite. Diese Schnittstelle ermöglicht die vollständige Einbindung in automatisierte Laborsysteme und die computergestützte Qualitätsüberwachung. Über einen PC lässt sich das Modul im sogenannten Remote-Betrieb komplett fernsteuern. Sämtliche Parameter wie Drehzahländerungen, Rührzeiten, Intervallzyklen und Leistungseinstellungen können digital übertragen, ausgelesen und protokolliert werden.
  • Spracheinstellungen: Die Bedienung erfolgt über ein integriertes Display mit einer strukturierten Menüsteuerung. Da das System für den internationalen Laboreinsatz konzipiert wurde, lässt sich die Textausgabe im Display über das Konfigurationsmenü flexibel zwischen den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch umschalten. Dies erleichtert die Programmierung von Rührprofilen in globalen Laborumgebungen.
  • Das Telemodul 40C besitzt einen speziellen Shake-Modus, der auch als Vertikalmischen bezeichnet wird. Bei Aktivierung dieser Funktion wird die Drehrichtung des induktiven Magnetfeldes in sehr kurzen, definierten Zeitabständen abrupt umgekehrt. Durch dieses permanente Hin- und Herdrehen wird das Magnetrührstäbchen im Probengefäß in eine taumelnde beziehungsweise schüttelnde Bewegung versetzt. Das sorgt für eine intensive vertikale Durchmischung, was besonders bei viskosen Medien oder schwer löslichen Pulvern vorteilhaft ist. Beim Einschalten dieses Modus muss die Drehzahl zunächst auf den Minimalwert eingestellt und nur langsam gesteigert werden, da die Magnetfische bei zu hohen Frequenzen den Kontakt zum Feld verlieren.
  • Leistungsabgabe: Regelbare Rührleistung von bis zu 40 Watt in zehn feinen Stufen von 10 bis 100 Prozent zur optimalen Anpassung an die Probenviskosität.
  • Intervall- und Zeitsteuerung: Programmierbare Rührzeiten und Pausenzeiten im Bereich von jeweils 5 Sekunden bis zu 60 Minuten für automatisierte Laborzyklen.
  • Drehzahlbereich: Präzise, digitale Drehzahleinstellung von 100 bis zu 2000 Umdrehungen pro Minute mit einer Genauigkeit von plus minus 1 Prozent.
  • Memory-Funktion: Automatisches Speichern der zuletzt genutzten Betriebsparameter für einen schnellen, wiederholbaren Start nach dem Einschalten.
  • Softstart: Sanfter Anlauf des Rührprozesses, um das Herausschleudern von Rührstäbchen und Flüssigkeitsspritzer beim Start effektiv zu verhindern

Typische Anwendungsfelder:

  • Hochdurchsatz-Screening in der pharmazeutischen Forschung
  • Reihenuntersuchungen in der Mikrobiologie und Biotechnologie
  • Paralleles Mischen von Proben in Seriengefäßen und Reagenzgläsern
  • Labortests in temperierten Wasserbädern bis zu plus 95 Grad Celsius
  • Einsatz in automatisierten Rührprozessen unter Luftabschluss
  • Probenvorbereitung in der chemischen Analytik und Qualitätskontrolle

Vorteile:

  • Hundertprozentig synchrone Drehzahlen an allen 60 Rührstellen durch gemeinsame Taktung
  • Vollkommen verschleißfreier Betrieb ohne rotierende Motoren oder mechanische Getriebe
  • Hermetisch dichtes Edelstahlgehäuse erlaubt den dauerhaften Einsatz unter Wasser
  • Keine Eigenwärme des Antriebs beeinträchtigt die empfindlichen Probenflüssigkeiten
  • Einfache Reinigung und Desinfektion durch die glatte Edelstahloberfläche
  • Flexible Platzierung der Rühreinheit getrennt von der Bedieneinheit im Abzug oder Inkubator

Nachteile:

  • Höheres Eigengewicht der robusten Rühreinheit im Vergleich zu Einzelrührern
  • Keine individuelle Drehzahlsteuerung für einzelne Rührstellen möglich
  • Betrieb ist zwingend an die Verfügbarkeit eines passenden, externen Telemodul-Steuergeräts gebunden
  • Eingeschränkte Rührkraft bei hochviskosen Medien im Vergleich zu mechanischen Überkopfrührern

Das Geräteprinzip basiert auf dem induktiven Magnetantrieb, der von der Firma H+P Labortechnik unter dem Markennamen Variomag etabliert wurde. Im Gegensatz zu klassischen Magnetrührern, bei denen ein Elektromotor einen Permanentmagneten physisch im Kreis dreht, nutzt dieses System fest eingegossene Induktionsspulen. Durch das gezielte Anlegen von Wechselstrom in den Spulen wird ein elektronisch rotierendes Magnetfeld erzeugt. Dieses Feld nimmt die magnetischen Rührstäbchen in den Laborgläsern berührungslos mit. Geschichtlich betrachtet revolutionierte H+P Labortechnik mit dieser Erfindung die Rührtechnik in den 1970er und 1980er Jahren. Durch den Wegfall mechanischer Bauteile wurden erstmals extrem flache, wartungsfreie Mehrstellen-Rührsysteme möglich, die sich auch für den Unterwassereinsatz eigneten. Das Unternehmen wurde später im Zuge von Konsolidierungen auf dem Labormarkt in größere Strukturen wie Thermo Scientific überführt.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
HP Labortechnik GmbH, Bruckmannring 19, 85764 Oberschleißheim, info@hp-lab.com, https://hp-lab.com