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gebrauchte Riegelhalterung für Suppositorien-Einweggießformen

gebrauchte Riegelhalterung für Suppositorien-Einweggießformen

Artikelnummer: K6f11.21
        Kategorie:         Laborbesteck, Laborwerkzeug         Laborbesteck, Laborwerkzeug    
  • Edelstahl
7,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • Edelstahl
Stk.
Beschreibung

Artikel: Riegelhalterung für Einmal-Suppositorienformen
Eigenschaften: 
Zustand: konstruktionsbedingt praktisch keine Gebrauchsspuren
Lieferumfang: wie abgebildet, nur die auch als Einfüllilfe bezeichnete Schiene, nicht das Unterteil zur Aufständerung
Weiteres: 

  • Das Produkt ist eine Riegelhalterung beziehungsweise Gießschiene für Einweg-Suppositorienformen.
  • Das Material besteht aus korrosionsbeständigem, chemikalienresistentem und spülmaschinenfestem Edelstahl.
  • Die Schiene besitzt eine Längsnut (Führungsschlitz) zur formschlüssigen Aufnahme der Haltesteg-Kanten von Zäpfchenriegeln.
  • Die Geometrie ist universell ausgelegt für Standard-Kunststoffriegel aus PVC/PE mit einer Kapazität von typischerweise 10 Gießstellen pro Riegel.
  • Die Halterung ist kompatibel mit unterschiedlichen Zäpfchen-Nennvolumina wie 1 Gramm, 2 Gramm oder 3 Gramm in Torpedoform oder Ovulaform.

Die Edelstahl-Halterung für Zäpfchen-Einweggießformen ist ein unkompliziertes, unentbehrliches Hilfsmittel bei der manuellen Herstellung von Suppositorien.
Da flexible Einweg-Kunststoffriegel aus der Verpackung heraus keine ausreichende Eigenstabilität besitzen, kippen sie beim Befüllen mit der heißen, flüssigen Zäpfchenmasse leicht um oder verformen sich. Diese massive Metallschiene fungiert als stabiler Standfuß: Der perforierte Kunststoffriegel wird einfach senkrecht in die Nut eingeschoben, wodurch die elastischen Formen perfekt aufrecht arretiert werden.
Das primäre Anwendungsfeld liegt in der Apothekenrezeptur und Defektur im Rahmen der individuellen Arzneimittelherstellung nach Rezepturstandards (z. B. DAC/NRF).
Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld ist der Hobbybereich, die Naturkosmetik und die Aromapflege zum Selbergießen von Vaginalovula, Pflegezäpfchen oder medizinischen Rektalzäpfchen mit ätherischen Ölen.
Zudem wird die Schiene im Bildungssektor bei praktischen Übungen in der pharmazeutisch-technischen Ausbildung (PTA) genutzt.

Vorteile:

  • Die Halterung verhindert zuverlässig das gefährliche Kippen oder Umfallen der flexiblen Kunststoffformen während des Einfüllens der heißen Schmelze.
  • Durch das stabile Aufrechtstehen wird ein sauberes und gleichmäßiges Befüllen der Kavitäten bis zum Rand ermöglicht, was das Risiko von Produktverlusten minimiert.
  • Die Fertigung aus hochwertigem Edelstahl garantiert eine unbegrenzte Lebensdauer, absolute Bruchfestigkeit sowie Beständigkeit gegen Fette, Öle und Desinfektionsmittel.
  • Die Schiene ist im Gegensatz zu Holz- oder Kunststoffkonstruktionen absolut hygienisch, leicht mit Alkohol abzuwischen oder im Autoklaven beziehungsweise der Spülmaschine zu sterilisieren.
  • Sie ist universell für verschiedene Zäpfchengrößen einsetzbar, da die Führungskante der Riegel genormt ist.

Nachteile:

  • Konstruktionsbedingt nimmt diese einfache Schienenvariante jeweils nur einen einzelnen Riegel (10 Zäpfchen) gleichzeitig auf, was bei der Produktion größerer Chargen ein Umstecken erforderlich macht.
  • Die Schiene kühlt die Kunststoffform nicht aktiv, sodass die Erstarrungszeit der Zäpfchenmasse rein von der Umgebungstemperatur abhängt.

Das Geräteprinzip basiert auf der einfachen mechanischen Stabilisierung elastischer Körper durch eine formschlüssige Nut-Führung.
Wird die flüssige, warme Zäpfchengrundlage (meist Hartfett wie Witepsol oder Kakaobutter) aus der Gießschale in die dünnwandigen PVC/PE-Einwegformen gegossen, erweicht die Wärme das Plastikmaterial zusätzlich. Die Edelstahlschiene fängt diese thermische und physikalische Belastung auf, hält den Riegel exakt in der vertikalen Achse und sorgt dafür, dass die Formen beim Abkühlen maßhaltig bleiben.
Geschichtlich stellt dieses System die moderne Antwort auf den Wandel in der Apothekenpraxis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar.
Früher wurden Zäpfchen ausschließlich in schwere, klappbare Metall-Gießformen aus Messing oder Aluminium gegossen, danach entformt und einzeln in Stanniolpapier verpackt. Das war extrem zeitaufwendig und unhygienisch.
Mit der Erfindung der kombinierten Gieß- und Verpackungsformen (Einwegriegel) entfiel das Entformen komplett, da das Zäpfchen in der Form verbleibt und diese direkt verschlossen wird. Um diese leichten Riegel auf dem Labortisch handhabbar zu machen, wurden einfache Gießschienen aus Edelstahl entwickelt, die seither zum Standardrepertoire jeder Rezeptur gehören.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
unbekannt, Stemmer Landstr. 139, 32425 Minden, Deutschland, mail@laboreinkauf-de
Stk.