Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Verkauf ausschließlich an gewerbliche Kunden, Behörden, Universitäten, Institute.

Produktdetails anzeigen
gebrauchte Hand-Zentrifuge Hettich 1011 mit Rotor 1012

gebrauchte Hand-Zentrifuge Hettich 1011 mit Rotor 1012

Artikelnummer: 17c12.21
GTIN: 4050674036429
HAN: 1011

inkl. Rotor
guter bis sehr guter Zustand. Oftmals wurden die hier angebotenen Handzentrifugen nie benutzt.

75,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:

inkl. Rotor
guter bis sehr guter Zustand. Oftmals wurden die hier angebotenen Handzentrifugen nie benutzt.

Stk.
Beschreibung

Hersteller/Typ: HETTICH-Zentrifuge 1011 mit Hettich Rotor 1012
Zustand: vermutlich unbenutzt, Lagerspuren, gut, ovp
Lieferumfang: wie abgebildet

  • Zentrifuge
  • Rotor mit 2 Bechern 

weitere Daten:
Die flexible, handliche Zentrifuge lässt sich mit einer Klemmvorrichtung einfach an fast jeder Tischplatte befestigen und ohne Strom betreiben. Durch ihr selbstschmierendes Getriebe ist sie praktisch wartungsfrei.
Im Rotor 1012 können 2 konische 15 ml Röhrchen zentrifugiert werden.  
max. RPM (Drehzahl): ca. 3000 U/min
max. RCF: ca. 1076 g
Lieferung: Paketversand
Weiteres:

Die Handzentrifuge Hettich 1011 ist eine flexible und handliche Zentrifuge, die ohne Stromversorgung betrieben werden kann. Die Zentrifuge erfüllt die Anforderungen der deutschen Apothekenbetriebsordnung.

Technische Daten

  • Max. Kapazität: 2 x 15 ml Probenröhrchen mit dem mitgelieferten Rotor
  • Max. Drehzahl: 3.000 U/min
  • Max. RCF: 1.298 x g
  • Abmessungen (H x B x T): 285 x 140 x 175 mm
  • Gewicht: ca. 0,9 kg

Besonderheiten

  • Stromunabhängiger Betrieb: Die Zentrifuge wird manuell per Handkurbel betrieben, was sie ideal für den Einsatz in stromlosen Umgebungen oder bei Stromausfällen macht.
  • Einfache Befestigung: Mit einer Klemmvorrichtung lässt sich die Zentrifuge leicht an jeder Tischplatte befestigen.
  • Wartungsarm: Durch ihr selbstschmierendes Getriebe ist die Zentrifuge praktisch wartungsfrei.
  • Leichtgängiges Getriebe: Die ideale Übersetzung ermöglicht das Erreichen von Umdrehungszahlen bis zu 3.000 pro Minute ohne große Anstrengung.

 

 

  • Maximale Drehzahl der Zentrifuge: Bis zu 3.000 Umdrehungen pro Minute (min-1).
  • Maximale relative Zentrifugalbeschleunigung (RCF): Zirka 1.076 x g bis 1.298 x g (abhängig vom exakten Neigungswinkel und Kurbelradius).
  • Rotortyp 1012: 2-fach Ausschwingrotor (Zwei-Platz-Ausschwingrotor).
  • Maximale Kapazität des Rotors: 2 x 15 ml Probenröhrchen.
  • Kompatible Röhrchengeometrie: Konische oder rundbödenförmige Zentrifugengläser bis maximal 15 ml Volumen.
  • Maximaler Röhrchen-Durchmesser: 17 mm.
  • Maximale Röhrchen-Länge: 125 mm.
  • Abmessungen des Grundgerätes (Breite x Tiefe x Höhe): 140 mm x 175 mm x 285 mm.
  • Gewicht der Antriebseinheit ohne Zubehör: Zirka 0,9 kg.
  • Antriebsart: Manueller Kurbelantrieb (Handkurbel-Zentrifugation ohne elektrische Energie).
  • Getriebeübersetzung: Mechanisches Hochleistungsgetriebe mit integriertem, selbstschmierendem System.
  • Befestigungssystem: Integrierte Tischklammer beziehungsweise Schraubzwingen-Halterung für variable Tischplattenantriebe und Plattenstärken.
  • Zertifizierungen und Medizinprodukt-Status: CE-Konformität, reguliert nach der EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDR) sowie konform mit den Anforderungen der geltenden deutschen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO).

Das mechanische Handgerät der Marke Hettich stellt eine kompakte Kleinstzentrifuge dar, welche gänzlich unabhängig vom elektrischen Stromnetz betrieben wird. Die Apparatur verfügt über ein robustes, gegossenes Metallgehäuse, welches über eine verstellbare Klemmschraube an der Kante von Arbeitstischen oder Laborbänken fixiert wird. Der Anwender erzeugt die Rotationsbewegung manuell über eine seitlich angebrachte Handkurbel, deren Kraft über ein wartungsfreies, geschlossenes Getriebe auf die vertikale Rotorwelle übertragen wird. Der aufgesetzte Zwei-Becher-Ausschwingrotor Typ 1012 nimmt zwei klassische Laborröhrchen auf. Während des Drehvorgangs schwingen die metallischen Metallhülsen des Rotors fliehkraftgesteuert in die Horizontale auf, wodurch sich die Sedimentationsschichten sauber rechtwinklig zum Röhrenboden absetzen.

Typische Anwendungsfelder:

  • Schnelle Separation von Urinsedimenten im medizinischen Laborbereich oder in der Arztpraxis.
  • Trennung von Vollblut in Blutplasma und Erythrozytenkonzentrat im Rahmen von dezentralen Notfalluntersuchungen.
  • Einsatz in pharmazeutischen Apothekenlaboren zur Qualitätskontrolle und Rezepturherstellung gemäß den gesetzlichen Vorgaben der Apothekenbetriebsordnung.
  • Durchführung von klärenden Vorfiltrationen und Schlammabtrennungen in der landwirtschaftlichen Analytik, Bodenprobenuntersuchung und Feldanalytik.
  • Verwendung im mobilen Außendienst, bei Umweltuntersuchungen an Gewässern oder in Katastrophengebieten und Entwicklungsländern ohne flächendeckende Stromversorgung.
  • Demonstration von Fliehkraftprinzipien und anschauliche Sedimentation in Schulen, Universitäten und physikalisch-chemischen Ausbildungsstätten.

Vorteile:

  • Absolute Stromunabhängigkeit ermöglicht den flexiblen Einsatz an jedem geografischen Ort und bei totalem Stromausfall.
  • Nahezu vollkommene Wartungsfreiheit und hohe Langlebigkeit dank des hermetisch gekapselten, selbstschmierenden Getriebes.
  • Äußerst platzsparende Abmessungen und minimales Eigengewicht erlauben den unkomplizierten Transport im Feldkoffer.
  • Schnelle und werkzeuglose Montage an nahezu jeder herkömmlichen Tischkante mittels der integrierten Knebelschraube.
  • Der Ausschwingrotor sorgt für eine perfekte, waagerechte Phasentrennung, was das Ablesen von Grenzschichten und die Sedimentgewinnung massiv erleichtert.
  • Keine Geräuschentwicklung durch elektrische Lüfter oder Motoren und keinerlei thermische Erwärmung der Proben während des Betriebs.

Nachteile:

  • Die Erreichung und das Halten einer konstanten Drehzahl hängen direkt von der Physis, Ausdauer und Gleichmäßigkeit des menschlichen Bedieners ab.
  • Das Fehlen einer elektronischen Zeitschaltuhr oder Drehzahlregelung erfordert eine manuelle Taktung und Überwachung per Stoppuhr durch den Laboranten.
  • Extrem begrenzte Probenkapazität auf lediglich zwei Röhrchen pro Durchgang schließt einen hohen Probendurchsatz im Großlabor aus.
  • Keine integrierte Gehäuseabdeckung oder Sicherheitsverriegelung des Rotors während der Rotation, was erhöhte Vorsicht beim Kurbeln erfordert.
  • Nicht geeignet für sensible Biomoleküle, die eine exakt temperierte Kühlung oder extreme Beschleunigungswerte über 2.000 x g erfordern.

Das zugrundeliegende Funktionsprinzip beruht auf der Ausnutzung der Massenträgheit und der daraus resultierenden Zentrifugalkraft innerhalb eines rotierenden Bezugssystems. Suspensionen oder Emulsionen im Inneren der Probenröhrchen werden bei der Drehung einer Beschleunigung ausgesetzt, die das Vielfache der Erdschwerebeschleunigung beträgt. Komponenten mit höherer Dichte werden spezifisch schneller radial nach außen (an den Boden des Röhrchens) gedrückt als Anteile mit geringerer Dichte. Da der Rotor 1012 als Ausschwingmechanismus konstruiert ist, richten sich die Becher durch die Fliehkraft horizontal aus. Die Trennschicht bildet sich senkrecht zur Längsachse des Gefäßes, was eine Vermischung der Phasen beim anschließenden Zurückschwingen in den Stillstand verhindert.

Geschichtlich betrachtet gehören Handkurbelzentrifugen zu den ältesten maschinellen Trenngeräten in der Geschichte der modernen Chemie und Medizin. Bereits im 19. Jahrhundert wurden sie intensiv in der Milchwirtschaft zur Entrahmung sowie in Krankenhäusern zur Blutanalyse genutzt, lange bevor elektrische Stromnetze in Gebäuden Standard waren. Die Firma Andreas Hettich, gegründet im Jahr 1904 im baden-württembergischen Tuttlingen, spezialisierte sich früh auf die Mechanisierung von medizinischen Laborhilfsmitteln. Während im Laufe des 20. Jahrhunderts elektrische Laborzentrifugen den stationären Alltag dominierten, optimierte Hettich die mechanische Handzentrifuge konsequent weiter. Das Modell 1011 etablierte sich dabei als unzerstörbarer Klassiker für Nischenbereiche, ländliche Arztpraxen und Apotheken. Die mechanische Präzision des Getriebes sorgt dafür, dass dieses bewährte Design bis in die Gegenwart hinein in nahezu unveränderter Form gefertigt und geschätzt wird.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Andreas Hettich GmbH & Co. KG, Föhrenstraße 12, 78532 Tuttlingen, Deutschland, info@hettichlab.com, https://hettichlab.com
Stk.