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Hersteller/Typ/Artikel: Merck 2-Positionen-Umschaltventil (LOAD / INJECT) mit Stativklemme Zustand: Gebrauchsspuren, gut Lieferumfang: wie abgebildet, kein weiteres Zubehör Weiteres:
Ventiltyp: Manuelles 6-Port-Injektionsventil für HPLC-Systeme
Funktion: 2-Positionen-Umschaltventil (LOAD / INJECT) mit Stativklemme
Ventilprinzip: Rotationsventil mit Stator und Rotor
Anzahl Anschlüsse: 6 Ports
Schaltpositionen: 2 (LOAD und INJECT)
Befestigung: Integrierte Stativklemme mit Knebelschraube zur flexiblen Gehäuse- oder Stativmontage
Anschlussart: Kapillaranschlüsse mit Standard 1/16 Zoll Fitting-Verschraubungen
Manuelles Probenaufgabeventil zur präzisen Dosierung flüssiger Proben in die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und Chromatographiesysteme. Das Ventil dient dazu, ein definiertes Probenvolumen über eine externe Probenschleife (Sample Loop) verlustfrei in den eluentenführenden Hochdruckstrom einzuschleusen. Hauptanwendungsfelder sind die analytische Chemie, präparative Chromatographie, pharmazeutische Wirkstoffanalyse, Lebensmittelanalytik sowie Forschung und Qualitätssicherung im Labor.
Vorteile:
Sehr präzise und reproduzierbare Probenaufgabe durch festes Schleifenvolumen
Einfache und robuste manuelle Bedienung ohne komplexe Automatisierungselektronik
Flexible Befestigung am Laborgestell dank integrierter Klemme
Hohe chemische Beständigkeit der verwendeten Kunststoffe und Materialien
Geringes Totvolumen an den Anschlüssen
Nachteile:
Kein automatisierter Durchsatz für große Probenserien möglich
Manuelle Fehlerquelle bei ungleichmäßiger Umschaltung oder falschem Füllvolumen
Verschleiß der inneren Rotor-Dichtung bei häufiger Benutzung
Manuelle Injektion erfordert ständige Anwesenheit des Bedieners
Das Grundprinzip des 6-Port-Injektionsventils basiert auf einem Drehschieberventil mit zwei definierten Schaltstellungen. In der Position LOAD ist die Probenschleife vom Hauptstrom getrennt und drucklos. Die Probe wird mit einer Dosierspritze manuell in die Schleife gefüllt, während das Lösungsmittel von der Pumpe direkt zur Säule fließt. Beim Umschalten auf INJECT wird die Probenschleife in den Eluentenstrom geschaltet, sodass das Lösungsmittel die Probe vollständig zur Trennsäule spült.
Geschichtlich entwickelte sich diese Technik in den 1970er Jahren mit dem Durchbruch der modernen HPLC. Pionierarbeit leistete hierbei die Firma Rheodyne, deren 6-Port-Ventilarchitektur zum weltweiten Industriestandard wurde. Merck integrierte diese bewährten Ventilsysteme in eigene Chromatographie-Aufbauten und HPLC-Anlagen (wie die klassischen Merck-Hitachi-Serien), um Forschern eine zuverlässige Probenaufgabe zu ermöglichen.