Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Verkauf ausschließlich an gewerbliche Kunden, Behörden, Universitäten, Institute.

Produktdetails anzeigen
gebrauchtes Feinmess-Manometer 0...400 bar mit Schalteinrichtung OTA VDO

gebrauchtes Feinmess-Manometer 0...400 bar mit Schalteinrichtung OTA VDO

Artikelnummer: 41b202
HAN: 602250 138 010 001
Kategorie: Messarmaturen
  • Kontaktmanometer mit 25 cm Durchmesser
  • Skala1 bar
  • hervorragender Zustand
  • Gewinde 1/2 Zoll B
50,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • Kontaktmanometer mit 25 cm Durchmesser
  • Skala1 bar
  • hervorragender Zustand
  • Gewinde 1/2 Zoll B
Stk.
Beschreibung

Artikel: extrem großes Manometer (25 cm) aus Ende der 70er Jahre aus Kraftwerk-Ersatzbestand
Messbereich: 0...400 bar bei Auflösung 1 bar
Erhaltung: gebraucht, sehr gut, intakt
Lieferumfang: wie abgebildet. Eines der Bilder zeigt das Gehäuseinnere eines vergleichbaren Gerätes, dies dient nur zu allgem. Information.
Weiteres: Standardmanometer mit Gewinde G 1/2 B

  • Hersteller: VDO OTA (Umfirmierung zu OTA Industriegeräte GmbH im Jahr 1972)
  • Baujahr: 1979
  • Gehäusedurchmesser: Nenngröße 250
  • Messbereich: 0 bis 400 bar
  • Skalenwert: 1 bar pro Teilstrich
  • Genauigkeitsklasse: Klasse 0,3 (maximale Abweichung von 0,3 Prozent des Skalenendwerts)
  • Prozessanschluss: Aussengewinde G 1/2 Zoll (G 1/2 B)
  • Messelement: Bourdon-Rohrfeder (mechanisches Messprinzip)
  • Ablesehilfe: Integrierte, kreisförmige Spiegelskala zur Vermeidung von Parallaxenfehlern
  • Elektrischer Anschluss: Mehrpoliger Rundsteckverbinder (Bauart Tuchel / DIN) auf der Gehäuserückseite für Signalkontakte
  • Zusatzausstattung: Separates Netzteilgehäuse mit roter Netzkontrollleuchte und Schutzkontakt-Stecker

Es handelt sich um ein historisches Industrie-Feinmessmanometer in außergewöhnlich großer Laborausführung der Nenngröße 250. Das robuste Metallgehäuse trägt ein helles Zifferblatt mit einer hochauflösenden, feinen Kreisskalierung. Ein silberner Spiegelring im Inneren der Skala dient als optische Ablesehilfe. Der Bediener sieht den feinen Messzeiger und dessen Spiegelbild erst dann deckungsgleich, wenn der Blickwinkel exakt rechtwinklig zur Skala steht. Dies garantiert höchste Ablesegenauigkeit im Laborbetrieb. Über den mehrpoligen Spezialstecker auf der Rückseite und das externe Steuergehäuse verfügt dieses Manometer über eine elektrische Grenzwertschaltung. Bei Erreichen definierter Druckwerte schaltet ein interner Kontakt, was optisch durch die Signalleuchte angezeigt oder als elektrischer Schaltbefehl weitergegeben wird.

Typische Anwendungsfelder:

  • Kalibrierlabore und Prüfstände zur Überwachung und Justierung von Standard-Manometern
  • Zentralisierte Kontrollräume in Kraftwerken, Gaswerken und der chemischen Industrie
  • Qualitätssicherung in der schweren Rüstungs- und Maschinenbauindustrie der 1970er Jahre
  • Prüfaufbauten für Hochdruckleitungen und Hydraulikaggregate
  • Technische Universitäten, Materialprüfungsämter und industrielle Lehrwerkstätten

Vorteile:

  • Extreme mechanische Präzision und Zuverlässigkeit durch die sehr hohe Genauigkeitsklasse 0,3
  • Fehlerfreie visuelle Ablesbarkeit kleinster Druckveränderungen dank des riesigen 24 cm Gehäusedurchmessers
  • Vollständige Parallaxenfreiheit beim manuellen Abgucken durch die eingebaute Spiegelskala
  • Möglichkeit zur automatisierten Prozesssteuerung oder Sicherheitsabschaltung über die integrierten Grenzkontakte
  • Enorme Robustheit und Langlebigkeit der massiven Messmechanik im Vergleich zu moderner Digitalelektronik

Nachteile:

  • Sehr hoher Platzbedarf und hohes Eigengewicht, wodurch eine direkte Montage an vibrierenden Rohren unmöglich ist
  • Aufwendige Verkabelung durch den historischen, mehrpoligen Rundstecker und das benötigte Zusatznetzteil
  • Empfindlichkeit des großen Zeigerwerks und der Achsen gegenüber harten Stößen beim Transport
  • Ersatzteile wie passende Gegenstecker oder originale Schaltgeräte sind auf dem Markt kaum noch verfügbar
  • Keine direkte digitale Datenerfassung für moderne Computersysteme ohne aufwendige Analog-Digital-Wandler

Das Gerät arbeitet nach dem bewährten Prinzip des Bourdon-Rohrfeder-Messglieds, das im Jahr 1849 von Eugène Bourdon patentiert wurde. Dabei befindet sich im Inneren des Gehäuses ein kreisförmig gebogenes Metallrohr mit ovalem Querschnitt. Wird dieses Rohr über den G 1/2 Zoll Anschluss mit Druck beaufschlagt, versucht es sich aufzuweiten bzw. geradezustrecken. Diese minimale Bewegung wird über ein hochpräzises Zahnradsegment-Getriebe direkt auf die Zeigerachse übertragen.

Geschichtlich markiert dieses VDO OTA Manometer aus dem Jahr 1979 den absoluten technologischen Höhepunkt der rein mechanischen Präzisionsmesstechnik, kurz vor dem Siegeszug digitaler Piezosensoren. Die Marke OTA wurde ursprünglich im Jahr 1921 als OSA Apparate GmbH von Adolf Schindling gegründet, 1924 in OTA Apparate GmbH umbenannt und verschmolz 1929 mit den Deuta-Werken zu den weltbekannten VDO Tachometer Werken. Die für Industrieinstrumente zuständige OTA Industriegeräte GmbH fertigte in den 1970er Jahren diese extrem aufwendigen Laborgeräte. Sie repräsentieren eine Epoche, in der höchste Genauigkeiten im Promillebereich rein mechanisch über Hebel, Federn und Zahnräder gelöst wurden, kombiniert mit erster analoger Relaiselektronik zur Grenzwertüberwachung.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
VDO Adolf Schindling AG, Guerickestraße 7, 60488 Frankfurt am Main, Deutschland, info@vdo.com, https://vdo.com
Stk.