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25 DC-Platten Merck 5721 DC-Fertigplatten 20x20 cm Kieselgel 60 ohne Fluoreszenzindikator

25 DC-Platten Merck 5721 DC-Fertigplatten 20x20 cm Kieselgel 60 ohne Fluoreszenzindikator

Artikelnummer: K1b1129
GTIN: 4022536040854
HAN: 1.05721.0001
        Kategorie:         Chromatografie         Chromatografie    
  • originalverpackt, aus Apothekenbestand
60,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • originalverpackt, aus Apothekenbestand
Stk.
Beschreibung

 

Artikel: Platten für die Dünnschicht-Chromatografie
Hersteller / Typ: 25 DC-Platten Merck 1.05715. DC-Fertigplatten 20x20 cm Kieselgel 60
Größe: 20 cm x 20 cm, Schichtdicke: 0,25 mm
Lieferumfang: wie abgebildet (Originalabbildung)
Zustand: unbenutzte Ware aus Lagerauflösung. Die Verpackung kann Transport- und Altersspuren aufweisen. Der Innenverpackung ist - soweit nicht anders erwähnt oder ersichtlich - ungeöffnet.
  • Hersteller: Merck Millipore KGaA
  • Artikelbezeichnung: Merck 5721 DC-Fertigplatten Kieselgel 60 ohne Fluoreszenzindikator
  • Verpackungseinheit: 25 Stück pro Packung
  • Format der Platten Breite mal Länge: 20 cm mal 20 cm
  • Basismaterial Träger: Klassisches Glas
  • Beschichtungsmaterial Sorbenz: Bewährtes Kieselgel 60
  • Fluoreszenzindikator: Nein, ohne UV-Indikator, unfluoreszierend
  • Porendurchmesser des Kieselgels: 60 Angström
  • Mittlere Partikelgröße Korngröße: 10 bis 12 Mikrometer
  • Schichtdicke der Kieselgelschicht: 250 Mikrometer beziehungsweise 0,25 mm
  • Spezifische Oberfläche des Kieselgels nach BET: Ungefähr 500 Quadratmeter pro Gramm
  • Porenvolumen: Ungefähr 0,75 Milliliter pro Gramm
  • Bindemittel: Einzigartiges, stark klebendes Polymerbindemittel für eine extrem harte Oberfläche
  • Lagerungstemperatur: Plus 2 bis plus 30 Grad Celsius trocken lagern

Beschreibung des Gerätes, typische Anwendungsfelder

Die Merck 5721 DC-Fertigplatten sind qualitativ hochwertige chromatographische Glasplatten für die klassische Dünnschichtchromatographie. Durch das innovative organische Polymer-Bindemittel entsteht eine stark abriebfeste, homogene Kieselgelschicht, die beim Schneiden oder Transportieren nicht reißt, keine Blasen wirft und sogar direkt kratzfrei mit einem Bleistift beschriftet werden kann. Da diese spezifische Ausführung keinen Fluoreszenzindikator besitzt, eignet sie sich vor allem für Nachweisreaktionen, bei denen die Substanzen im Nachhinein durch Sprühreagenzien, Tauchbäder oder Joddampf angefärbt und sichtbar gemacht werden, ohne dass ein störendes Eigenleuchten des Hintergrunds die Auswertung verfälscht.

Typische Anwendungsfelder liegen in chemischen, pharmazeutischen, biologischen und universitären Forschungs- und Analyselaboratorien. Die Platten werden intensiv genutzt für die qualitative Identitätsprüfung von Pflanzenextrakten im Apothekenlabor, die Überwachung von Synthesereaktionen in der organischen Chemie, Reinheitsprüfungen von Rohstoffen, Lebensmittelanalytik sowie für Trennungen von komplexen Stoffgemischen in der Umweltanalytik.

Vorteile

  • Die extrem harte Oberflächenbeschaffenheit verhindert Abrieb der Kieselgelschicht bei der Handhabung im Labor [1, 2]
  • Höchste Inter-Chargen-Reproduzierbarkeit garantiert absolut zuverlässige und vergleichbare chromatographische Rf-Werte [1]
  • Die Glasplatte als Trägermaterial ist absolut plan, formstabil und gegenüber aggressiven Laufmitteln sowie starken Säuren und Detektionsreagenzien vollkommen chemisch inert
  • Das Fehlen des Fluoreszenzindikators ermöglicht kontraststarke Farbreaktionen bei nachträglichen Sprüh- und Tauchderivatisierungen
  • Es handelt sich um einen bewährten Laborstandard mit extrem breiter Akzeptanz und Dokumentation in offiziellen Arzneibüchern

Nachteile

  • Eine direkte Detektion von farblosen Substanzen unter einfachen UV-Lampen bei 254 nm ist ohne vorherige chemische Anfärbung nicht möglich
  • Das Kopiervolumen und das Scannen ganzer Glasplatten ist im Vergleich zu flexiblen, schneidbaren Aluminiumfolien etwas unhandlicher
  • Höhere Bruchgefahr beim Transport und bei der Lagerung im Vergleich zu DC-Platten auf Aluminium- oder Kunststoffträgern

Ein weit verbreitetes Vorurteil besagt, dass alte oder sehr lange gelagerte DC-Platten unbrauchbar werden, weil das Kieselgel verdirbt oder seine Trennleistung unwiderruflich verliert. Das ist bei ungeöffneten oder korrekt gelagerten Merck-Platten faktisch falsch, da reines Siliciumdioxid chemisch extrem stabil ist und sich nicht zersetzt. Der einzige reale Nachteil einer langen Lagerung besteht darin, dass die Platten im Laufe der Zeit Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft sowie flüchtige organische Verunreinigungen aus der Laboratmosphäre adsorbieren. Dies führt zu einer Deaktivierung der polaren Zentren des Kieselgels, wodurch die Trennleistung sinkt und die Laufmittelfront ungleichmäßig wandern kann. Dieses Problem lässt sich jedoch ganz einfach beheben und entkräften: Durch ein kurzes Erhitzen im Trockenschrank bei etwa 110 bis 120 Grad Celsius für 30 bis 60 Minuten werden das adsorbierte Wasser und die flüchtigen Stoffe vollständig ausgetrieben. Nach dieser thermischen Aktivierung und dem Abkühlen im Exsikkator besitzen selbst jahrelang gelagerte Platten wieder ihre ursprüngliche, volle Trennschärfe und Aktivität.

Das methodische Prinzip der Dünnschichtchromatographie basiert auf der Verteilung von Substanzen zwischen einer stationären Phase und einer mobilen Phase. Die Merck-Fertigplatte stellt hierbei die stationäre Phase dar. Das Stoffgemisch wird punktförmig oder bandenförmig auf die Kieselgelschicht aufgetragen. Anschließend wird die Platte vertikal in eine Entwicklungskammer gestellt, die ein geeignetes Fließmittel als mobile Phase enthält. Durch Kapillarkräfte wandert das Laufmittel in der porösen Kieselgelschicht nach oben. Die einzelnen Komponenten des aufgetragenen Gemisches interagieren nun unterschiedlich stark mit dem polaren Kieselgel durch Adsorption und Wasserstoffbrückenbindungen. Weniger polare Substanzen wandern fast ungehindert mit der mobilen Phase mit, während stark polare Komponenten fest an der stationären Phase haften bleiben. Dadurch kommt es zu einer sauberen räumlichen Auftrennung des Gemisches entlang der Laufstrecke.

Geschichtlich entwickelte sich die Dünnschichtchromatographie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der klassischen Säulenchromatographie und der Papierchromatographie. Die eigentliche Standardisierung und den weltweiten Durchbruch verdankt die Methode maßgeblich dem deutschen Chemiker Egon Stahl, der in den 1950er Jahren die Spezifikationen für standardisiertes Kieselgel festlegte. Das Unternehmen Merck übernahm historisch eine Pionierrolle und brachte in enger Zusammenarbeit mit Stahl ab 1958 die ersten kommerziellen Kieselgel-Präparate und später die standardisierten DC-Fertigplatten auf den Markt. Diese Fertigplatten revolutionierten die Laborpraxis radikal, da Wissenschaftler die Platten nicht mehr mühsam, fehleranfällig und ungleichmäßig im eigenen Labor selbst gießen und beschichten mussten. Das Produkt 5721 verkörpert diese historische, über Jahrzehnte perfektionierte Zuverlässigkeit in der nasschemischen Analytik.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Merck KGaA, Frankfurter Straße 250, 64293 Darmstadt, Deutschland, service@merckgroup.com, https://merckgroup.com
Stk.