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gebrauchte Suppositorien-Presse nach Kummer, torpedoförmig

gebrauchte Suppositorien-Presse nach Kummer, torpedoförmig

Artikelnummer: K8b18.17
        Kategorie:         Laborbesteck, Laborwerkzeug         Laborbesteck, Laborwerkzeug    
  • guter Zustand
20,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • guter Zustand
Stk.
Beschreibung

Artikel: Suppositorien-Presse nach Kummer
Eigenschaften:

  • 5-teilig
  • torpedoförmig

Zustand: techn. gut, kaum Gebrauchsspuren
Lieferumfang: wie abgebildet
Material: Aluminium
Weiteres (ohne Gewähr):

  • Modellbezeichnung: Suppositorienpresse nach Kummer
  • Gerätetyp: Manuelle Stempel-Zäpfchenpresse Suppositorienform
  • Wirkprinzip: Rein manueller Pressdruck über Stempelmechanismus
  • Material Hauptkörper: Leichtmetall (Aluminium-Guss)
  • Zäpfchenform: Torpedoförmig
  • Pressverfahren: Kalte Direktpressung in geteilten Halbschalen
  • Antrieb: Manuell per Handkraft (ohne Schraub- oder Gewindespindel)
  • Stromversorgung: Rein mechanisch

Die Suppositorienpresse nach Kummer besteht in diesem Fall aus einem mehrteilig zerlegbaren Block und einem separaten Stempel. Die Masse wird direkt in den Block eingebracht und die Verdichtung erfolgt ausschließlich über das direkte vertikale Niederdrücken beziehungsweise Einschlagen des Stempels in die Führungsöffnungen.

Typische Anwendungsfelder

  • Pharmazeutische Rezepturlabore zur schnellen und verlustfreien Einzel- und Kleinstserienherstellung von Zäpfchen im Kaltverfahren
  • Schulen, Universitäten und PTA-Lehranstalten zur anschaulichen Demonstration der klassischen, manuellen Galenik ohne Apparateaufwand
  • Private Nutzung
  • Medizinhistorische Sammlungen und Pharmaziemuseen als Anschauungsobjekt für die Entwicklung neuzeitlicher Arzneiformen

Vorteile
Vollständig kalte Verarbeitung schützt thermolabile Wirkstoffe absolut sicher vor hitzebedingter Zersetzung
Absolut homogene Wirkstoffverteilung gewährleistet, da im Gegensatz zum Schmelzguss keine Sedimentationsfehler beim Erstarren auftreten können
Minimale Verlustraten bei Kleinstmengen, da keine Masse in Gießkanälen oder Rührbechern zurückbleibt
Extrem kompakte, robuste Bauweise ohne verschleißanfällige mechanische Gelenke oder Gewindegänge
Schnelle Demontierbarkeit erlaubt eine unkomplizierte, hygienische Reinigung und problemlose Wischdesinfektion aller Einzelteile

Nachteile
Der erzielbare Verdichtungsdruck hängt vollständig von der ausgeübten Handkraft des Anwenders auf den Stempel ab
Sehr geringer Durchsatz, da jedes Zäpfchen oder jede Kleinstgruppe einzeln befüllt und manuell gestempelt werden muss
Aufwendiges Ausstreichen und Reinigen der engen, torpedoförmigen Rundungen bei der Verwendung von stark haftenden Grundlagen
Gänzlich ungeeignet für die Produktion mittlerer oder größerer Chargen in der heutigen Apothekenpraxis

Allgemeine Beschreibung des Geräteprinzips mit geschichtlicher Betrachtung

Geräteprinzip
Das verfahrenstechnische Prinzip dieser Presse basiert auf der reinen partikulären Kompression fester Stoffe durch vertikalen Stoß- oder Verdrängungsdruck. Als Trägermaterial dient geraspelte Kakaobutter oder eine analoge, plastisch verformbare Fettgrundlage, die mit dem feingepulverten Arzneistoff vermengt wurde. Durch das kraftvolle Einführen des passgenauen Metallstempels in das geschlossene Formnest wird die lose Masse stark komprimiert. Die Fettpartikel deformieren sich elastisch-plastisch und verfilzen unter dem punktuellen Druck dauerhaft miteinander, sodass ein formstabiler, glatter Festkörper in Torpedogestalt entsteht. Das anschließende Teilen des Blocks hebt den Formschluss auf.


Um 1900 suchte die Pharmazie nach Lösungen, um die gravierenden Mängel des warmen Zäpfchengießens zu umgehen. Neben den schweren, teuren und unhandlichen Tisch-Spindelpressen etablierten sich einfache, mehrteilige Stempelformen aus Metall. Die Konstruktion nach Kummer optimierte dieses Prinzip durch ein präzises, 5-teiliges Steck- und Keilsystem. Es erlaubte dem Apotheker, ohne zeitraubendes Drehen einer Spindel oder das Aufheizen eines Wasserbades, Zäpfchen in Sekundenschnelle rein per Handstempelung direkt am Rezepturtisch zu fertigen. Mit dem Aufkommen synthetischer Hartfette in der Mitte des 20. Jahrhunderts, die ein ideales Erstarrungsverhalten im Schmelzguss zeigen, wurde die mühsame Kaltstempelung obsolet. Solche 5-teiligen Metallsätze gingen in den Ruhestand und sind heute gesuchte Klassiker für Sammler und medizinhistorische Webshops.


 

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
unbekannt, Stemmer Landstr. 139, 32425 Minden, Deutschland, mail@laboreinkauf-de
Stk.