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Hitzedraht Windgeschwindigkeitsmesser Hersteller/Typ: Lieferumfang: wie abgebildet, Anemometer + Messfühler, Ohne 9V-Blockbatterie, kein weiteres Zubehör wie Kalibrierzertifikat etc. Anleitung auf Wunsch Zustand: gebraucht, intakt Weiteres:
Auflösung Lufttemperatur: 0,1 °C beziehungsweise 0,1 °F
Genauigkeit Strömung: Plus minus 5 Prozent vom Messwert zuzüglich 0,03 m/s
Genauigkeit Temperatur: Plus minus 1,0 °C beziehungsweise plus minus 1,8 °F
Länge der Teleskopsonde zusammengeschoben: circa 300 mm
Länge der Teleskopsonde voll ausgezogen: 1000 mm (1 Meter)
Durchmesser der Sondenspitze: 12 mm
Displaytyp: Großes duales LCD-Display mit Abmessungen 46,7 x 60 mm und zuschaltbarer Hintergrundbeleuchtung
Abtastrate: circa 0,8 Sekunden
Schnittstelle: Integrierter USB-Anschluss zur Datenübertragung
Speicherkapazität: Interner Speicher für Messwerte und gezielte Datenaufzeichnung
Spannungsversorgung: 9-Volt-Blockbatterie oder Betrieb über USB-Kabel am PC
Betriebsbedingungen: 0 °C bis 50 °C bei unter 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit
Abmessungen Basisgerät Breite x Tiefe x Höhe: 75 x 210 x 50 mm
Gewicht inklusive Sonde und Batterie: circa 280 Gramm
Beschreibung des Gerätes, typische Anwendungsfelder
Das Trotec TA 300 ist ein digitales Hitzdraht-Anemometer, das als Handmessgerät für präzise und kombinierte Messungen von Luftgeschwindigkeiten, Lufttemperaturen und Volumenströmen konzipiert ist. Die ausziehbare Teleskopsonde ist über ein flexibles Kabel fest oder steckbar mit dem robusten Handgerät verbunden. An ihrer Spitze befindet sich ein empfindlicher Hitzdraht- und Thermistorsensor, der selbst minimale Luftbewegungen exakt registriert. Dank der Dual-Anzeige des hintergrundbeleuchteten LC-Displays können Geschwindigkeit und Temperatur gleichzeitig abgelesen werden. Das Gerät verfügt über eine integrierte Mikroprozessortechnik zur Signalverstärkung, eine Hold-Funktion zum Einfrieren aktueller Werte sowie Funktionen zur Ermittlung von Minimal- und Maximalwerten inklusive zeitlicher und punktueller Mittelwertbildung.
Typische Anwendungsfelder:
Überprüfung, Einregulierung und Wartung von Lüftungsanlagen, Klimasystemen und Raumlufttechnik
Messung von Strömungsgeschwindigkeiten direkt im Lüftungskanal durch Bohrungen
Dichtheitsprüfungen an Gebäuden, Fenstern und Türen im Rahmen der Bauphysik
Zertifizierte Messungen an Laborabzügen, Reinräumen und Sicherheitswerkbänken
Kontrolle von Luftströmungen und Kühlleistungen in Serverräumen und Schaltschränken
Strömungsanalysen im Rahmen von Arbeitsschutz- und Behaglichkeitsmessungen an Arbeitsplätzen
Thermische Strömungsuntersuchungen in industriellen Trocknungs- und Fertigungsprozessen
Vorteile:
Extrem empfindliche Sensorik erfasst im Gegensatz zu Flügelradanemometern auch sehr geringe Strömungsgeschwindigkeiten ab 0,1 m/s zuverlässig
Die lange, schlanke Teleskopsonde ermöglicht das sichere Erreichen von tief liegenden oder schwer zugänglichen Messpunkten in Kanälen
Gleichzeitige Erfassung von Strömung, Temperatur und automatische Berechnung des Volumenstroms spart Zeit im Messalltag
Einfache Datenanalyse und Protokollierung direkt am PC durch den integrierten USB-Anschluss und Softwareunterstützung
Großes, duales Display bietet hervorragende Ablesbarkeit auch in unbeleuchteten Lüftungsschächten oder Kellerräumen
Werksseitiges Kalibrierzertifikat garantiert hohe Messsicherheit für offizielle Prüfprotokolle
Nachteile:
Die feinen Hitzdraht-Sensorelemente an der Sondenspitze sind mechanisch sehr empfindlich gegen Stöße und Berührungen
Nicht geeignet für Messungen in staub- oder partikelbelasteten Luftströmen, da Ablagerungen den Hitzdraht beschädigen oder verfälschen können
Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten Bereichen oder für Messungen in Flüssigkeiten verwendet werden
Erhöhter Batterieverbrauch im Hitzdrahtbetrieb im Vergleich zu mechanischen oder rein optischen Windmessern
Die Kalibrierungsstabilität des Hitzdrahtsprinzips erfordert eine regelmäßige Re-Zertifizierung bei professioneller Nutzung
Das Messprinzip des Hitzdrahtanemometers basiert auf dem thermoelektrischen Effekt der Abkühlung eines beheizten Körpers durch ein vorbeiströmendes Fluid. Im Sensor an der Teleskopsonde befindet sich ein extrem dünner, elektrisch beheizter Draht. Fließt Luft an diesem Draht vorbei, entzieht sie ihm Wärme. Das Gerät nutzt in der Regel das Constant-Temperature-Prinzip, bei dem die Elektronik den Draht durch automatische Anpassung des Heizstroms auf einer konstanten Temperatur hält. Ändert sich die Strömungsgeschwindigkeit, variiert auch der benötigte Strom, um die Temperatur stabil zu halten. Diese Stromänderung wird hochpräzise gemessen und über den internen Mikroprozessor direkt in die physikalische Luftgeschwindigkeit umgerechnet. Gleichzeitig erfasst ein zweiter, separater Sensor die tatsächliche Umgebungstemperatur, um Temperaturkompensationen der Luftdichte vorzunehmen.
Geschichtlich betrachtet reicht die Entwicklung der Thermo-Anemometrie in das frühe zwanzigste Jahrhundert zurück. Die theoretischen Grundlagen zur Wärmeabgabe von Drähten in Strömungen wurden maßgeblich durch Physiker wie L. V. King im Jahr 1914 formuliert, dessen mathematische Gleichung noch heute als Kingsches Gesetz die Basis für Hitzdrahtmessungen bildet. In den ersten Jahrzehnten waren diese Systeme aufgrund der empfindlichen analogen Brückenschaltungen und der Fragilität der Platin- oder Wolframdrähte reine, hochkomplexe Laboraufbauten für die universitäre Forschung zur Turbulenzanalyse. Erst mit dem Aufkommen der modernen Mikroelektronik, robusten Dünnschicht-Sensorelementen und integrierten Prozessoren gelang Firmen wie Trotec der Schritt, diese hochpräzise Technologie in robuste, mobile Handmessgeräte für das Handwerk und die industrielle Gebäudetechnik zu überführen.