Durch Klicken auf „Alle akzeptieren“ gestatten Sie den Einsatz folgender Dienste auf dieser Website: YouTube, Vimeo. Sie können die Einstellung jederzeit ändern (Fingerabdruck-Icon links unten). Weitere Details finden Sie unter Konfigurieren und in der Datenschutzerklärung.
Einstellungen, die Sie hier vornehmen, werden auf Ihrem Endgerät im „Local Storage“ gespeichert und sind beim nächsten Besuch dieses Onlineshops wieder aktiv. Sie können diese Einstellungen jederzeit ändern (Fingerabdruck-Icon links unten).
Informationen zur Cookie-Funktionsdauer sowie Details zu technisch notwendigen Cookies erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.
Um Inhalte von YouTube auf dieser Seite zu entsperren, ist Ihre Zustimmung zur Datenweitergabe und Speicherung von Drittanbieter-Cookies des Anbieters YouTube (Google) erforderlich. Dies erlaubt uns, unser Angebot sowie das Nutzererlebnis für Sie zu verbessern und interessanter auszugestalten. Ohne Ihre Zustimmung findet keine Datenweitergabe an YouTube statt, jedoch können die Funktionen von YouTube dann auch nicht auf dieser Seite verwendet werden.
Um Inhalte von Vimeo auf dieser Seite zu entsperren, ist Ihre Zustimmung zur Datenweitergabe und
Speicherung von Drittanbieter-Cookies des Anbieters Vimeo erforderlich.
Dies erlaubt uns,
unser Angebot sowie das Nutzererlebnis für Sie zu verbessern und interessanter auszugestalten.
Ohne
Ihre Zustimmung findet keine Datenweitergabe an Vimeo statt, jedoch können die Funktionen von Vimeo
dann auch nicht auf dieser Seite verwendet werden.
Sie möchten diesen Inhalt sehen? Aktivieren Sie den gewünschten Inhalt einmalig oder legen Sie eine dauerhafte Freigabe fest. Bei Zustimmung werden Daten beim genannten Drittanbieter abgerufen. Dabei werden unter Umständen Drittanbieter-Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert. Sie können diese Einstellungen jederzeit ändern (Fingerabdruck-Icon links unten). Weitere Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Die Rosenthal Technik 229 / 6 Tüpfelplatte ist ein traditionelles Hilfsmittel aus Porzellan für chemische und biologische Mikroanalysen.
Die weiße, glatte Glasur der Vertiefungen bietet einen optimalen Kontrast, um minimale Farbveränderungen, Niederschläge oder Trübungen bei chemischen Reaktionen visuell zu erfassen.
Ein Hauptanwendungsfeld ist die qualitative anorganische und organische Analyse im Halbmikromaßstab, insbesondere für den systematischen Kationentrennungsgang und Anionentrennungsgang.
In der medizinischen Diagnostik und der historischen Pharmakologie dient sie zur Durchführung von Vorproben, Identitätsprüfungen und Grenzwertprüfungen von Arzneistoffen.
In der Lebensmittelchemie wird sie für schnelle Enzymnachweise, Farbreaktionen und Stärkenachweise mittels Jod-Kaliumjodid-Lösung genutzt.
Zudem ist die Platte im Bildungsbereich an Schulen, Gymnasien und Universitäten im chemischen Praktikum weit verbreitet, um Schülern und Studenten serielle Mikroreaktionen ressourcenschonend zu demonstrieren.
Vorteile:
Die reinweiße Oberflächenglasur ermöglicht eine exzellente Farberkennung selbst bei sehr schwachen Nuancen oder minimalen Spuren von Reaktionsprodukten.
Der Einsatz von Porzellan gewährleistet eine überragende chemische Resistenz gegenüber konzentrierten Säuren und Basen im Vergleich zu Kunststoffplatten.
Die Platte erlaubt das parallele Ansetzen von bis zu sechs separaten Testreaktionen oder Vergleichsproben direkt nebeneinander auf engstem Raum.
Aufgrund des Eigengewichts des dicken Porzellankörpers steht die Platte extrem stabil auf dem Labortisch und kippt nicht versehentlich um.
Sie ist durch Ausbrennen oder Autoklavieren leicht zu reinigen und absolut rückstandsfrei wiederverwendbar.
Nachteile:
Wie alle keramischen Laborgeräte ist die Porzellanplatte stoßempfindlich und bricht bei Stürzen auf harte Oberflächen leicht.
Sie eignet sich konstruktionsbedingt ausschließlich für qualitative visuelle Prüfungen und nicht für quantitative Volumenmessungen.
Bei der Verwendung von fluoridhaltigen Medien wie Flusssäure wird die glatte Glasurschicht irreparabel angegriffen und mattiert.
Das Geräteprinzip basiert auf der sogenannten Tüpfelanalyse, einer mikrochemischen Untersuchungsmethode, bei der Reaktionen mit kleinsten Tropfenmengen (Tüpfeln) durchgeführt werden.
Dabei bringt man einen Tropfen der zu untersuchenden Probenlösung und einen Tropfen des spezifischen Reagenzes in einer der Mulden zusammen und beobachtet die unmittelbare Farbänderung oder das Entstehen eines farbigen Niederschlags.
Geschichtlich geht diese Methodik auf das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert zurück, als Chemiker nach Wegen suchten, Analysen schneller, materialsparender und ohne große Apparaturen durchzuführen.
Die Firma Rosenthal, weltweit bekannt für feines Porzellan, gründete frühzeitig eine spezialisierte Sparte für technische Keramik und Laborporzellan (Rosenthal Technik), um den boomenden Bedarf der deutschen Chemieindustrie und Universitätslaboratorien zu decken.
Die Modellnummer 229 etablierte sich über Jahrzehnte als Standardbauform für rechteckige Spot-Platten, wobei der Zusatz / 6 präzise die Variante mit sechs Kavitäten definiert.