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neuwertige Tüpfelplatte Rosenthal 229/6 Porzellan glasiert

neuwertige Tüpfelplatte Rosenthal 229/6 Porzellan glasiert

Artikelnummer: K6f11.09
HAN: 229/6
        Kategorie:         Apothekenauflösungen         Apothekenauflösungen    
  • sehr guter Zustand
8,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • sehr guter Zustand
Stk.
Beschreibung

Tüfelplatte, Sichtflächen glasiert, unten rau
Hersteller/Typ:
Rosenthalt technik 229 / 6
Ausführung: 

  • 6 Vertiefungen á ca. 20mm Durchmesser
  • Porzellan

Erhaltung: neuwertig, vermutlich unbenutzt

Die Rosenthal Technik 229 / 6 Tüpfelplatte ist ein traditionelles Hilfsmittel aus Porzellan für chemische und biologische Mikroanalysen.
Die weiße, glatte Glasur der Vertiefungen bietet einen optimalen Kontrast, um minimale Farbveränderungen, Niederschläge oder Trübungen bei chemischen Reaktionen visuell zu erfassen.
Ein Hauptanwendungsfeld ist die qualitative anorganische und organische Analyse im Halbmikromaßstab, insbesondere für den systematischen Kationentrennungsgang und Anionentrennungsgang.
In der medizinischen Diagnostik und der historischen Pharmakologie dient sie zur Durchführung von Vorproben, Identitätsprüfungen und Grenzwertprüfungen von Arzneistoffen.
In der Lebensmittelchemie wird sie für schnelle Enzymnachweise, Farbreaktionen und Stärkenachweise mittels Jod-Kaliumjodid-Lösung genutzt.
Zudem ist die Platte im Bildungsbereich an Schulen, Gymnasien und Universitäten im chemischen Praktikum weit verbreitet, um Schülern und Studenten serielle Mikroreaktionen ressourcenschonend zu demonstrieren.

Vorteile:

  • Die reinweiße Oberflächenglasur ermöglicht eine exzellente Farberkennung selbst bei sehr schwachen Nuancen oder minimalen Spuren von Reaktionsprodukten.
  • Der Einsatz von Porzellan gewährleistet eine überragende chemische Resistenz gegenüber konzentrierten Säuren und Basen im Vergleich zu Kunststoffplatten.
  • Die Platte erlaubt das parallele Ansetzen von bis zu sechs separaten Testreaktionen oder Vergleichsproben direkt nebeneinander auf engstem Raum.
  • Aufgrund des Eigengewichts des dicken Porzellankörpers steht die Platte extrem stabil auf dem Labortisch und kippt nicht versehentlich um.
  • Sie ist durch Ausbrennen oder Autoklavieren leicht zu reinigen und absolut rückstandsfrei wiederverwendbar.

Nachteile:

  • Wie alle keramischen Laborgeräte ist die Porzellanplatte stoßempfindlich und bricht bei Stürzen auf harte Oberflächen leicht.
  • Sie eignet sich konstruktionsbedingt ausschließlich für qualitative visuelle Prüfungen und nicht für quantitative Volumenmessungen.
  • Bei der Verwendung von fluoridhaltigen Medien wie Flusssäure wird die glatte Glasurschicht irreparabel angegriffen und mattiert.

Das Geräteprinzip basiert auf der sogenannten Tüpfelanalyse, einer mikrochemischen Untersuchungsmethode, bei der Reaktionen mit kleinsten Tropfenmengen (Tüpfeln) durchgeführt werden.
Dabei bringt man einen Tropfen der zu untersuchenden Probenlösung und einen Tropfen des spezifischen Reagenzes in einer der Mulden zusammen und beobachtet die unmittelbare Farbänderung oder das Entstehen eines farbigen Niederschlags.
Geschichtlich geht diese Methodik auf das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert zurück, als Chemiker nach Wegen suchten, Analysen schneller, materialsparender und ohne große Apparaturen durchzuführen.
Die Firma Rosenthal, weltweit bekannt für feines Porzellan, gründete frühzeitig eine spezialisierte Sparte für technische Keramik und Laborporzellan (Rosenthal Technik), um den boomenden Bedarf der deutschen Chemieindustrie und Universitätslaboratorien zu decken.
Die Modellnummer 229 etablierte sich über Jahrzehnte als Standardbauform für rechteckige Spot-Platten, wobei der Zusatz / 6 präzise die Variante mit sechs Kavitäten definiert.

 

Kontaktdaten
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Hersteller gemäß GPSR
Rosenthal
Stk.