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unbenutzt, ovp Homogenisierer IKA Ultra-Turrax DI18 Basic Yellow Line

unbenutzt, ovp Homogenisierer IKA Ultra-Turrax DI18 Basic Yellow Line

Artikelnummer: 63b107151
HAN: 3567000
        Kategorie:         Rührer, Mühlen, Homogenisatoren         Rührer, Mühlen, Homogenisatoren    
  • nur für das Foto ausgepackt
  • 500W, bis 24.000U/min
300,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
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  • 500W, bis 24.000U/min
Beschreibung

Hersteller/Typ: Janke & Kunkel IKA Ultra-Turrax Di 18 B Homogenisierer
Ausstattung: Antriebseinheit ohne Dispergierwerkzeug (passend sind z.B. IKA S18N-10G und S18N-19G)
Daten: 

  • 230 Volt, 500 Watt max. Stromaufnahme
  • Bearbeitbares Volumen (H2O): 1...1.500 ml
  • Drehzahlbereich: 3.500 - 24.000 min -1
  • Motorleistung Aufnahme / Abgabe: 500 / 300 W
  • Drehzahleinstellung: stufenlos
  • Drehzahlanzeige: Skala
  • Abmessungen (B x T x H): 65 x 80 x 240 mm³
  • Masse: 1,6 kg
  • Schutzart nach DIN EN 60529 IP 20
  • DI 18 basic Id-Nr. 3567000

Geschwindigkeit: bis 24.000 U/min, variable Drehzahl
Zustand: unbenutzt in ovp
Lieferumfang: Gerät mit Zubehör wie abgebildet, kein weiteres Zubehör

 

Der Ultraturrax ist ein Hochgeschwindigkeits-Homogenisierer, der zur Herstellung feiner Emulsionen, Suspensionen und Dispergierungen eingesetzt wird. Das Gerät arbeitet nach dem Rotor-Stator-Prinzip und ermöglicht eine intensive Durchmischung von Flüssigkeiten oder von Flüssigkeiten mit Feststoffen. Der Begriff „Ultraturrax“ ist eigentlich ein Markenname des Unternehmens IKA, hat sich aber im Laboralltag zu einem gängigen Synonym für Hochgeschwindigkeits-Homogenisierer entwickelt.

Das Grundprinzip des Ultraturrax beruht auf der Erzeugung sehr hoher Scherkräfte. Ein schnell rotierender Rotor (oft mit Drehzahlen zwischen 3.000 und 25.000 U/min) läuft innerhalb eines feststehenden Stators, der mit feinen Schlitzen oder Löchern versehen ist.

Das zu bearbeitende Medium wird in diesen Rotor-Stator-Spalt gezogen und dort einer starken mechanischen Beanspruchung ausgesetzt. Durch die hohen Scherkräfte und Turbulenzen und Kavitation werden Partikel zerkleinert, Tropfen dispergiert und Phasen gleichmäßig verteilt. So entsteht eine feinverteilte, stabile Emulsion oder Suspension.

Ultraturrax-Homogenisierer finden in zahlreichen wissenschaftlichen und industriellen Bereichen Anwendung:

  • Chemie: Herstellung von Emulsionen, Pigmentdispergierungen, Polymerlösungen und Reaktionsmischungen.
  • Pharmazie: Homogenisierung von Cremes, Salben, Suspensionen und flüssigen Medikamenten.
  • Lebensmitteltechnologie: Herstellung von Soßen, Dressings, Mayonnaise, Milchprodukten oder Getränken mit stabiler Konsistenz.
  • Biotechnologie & Biologie: Zellaufschluss (Zellhomogenisierung), Lyse biologischer Proben und Probenvorbereitung für DNA-, RNA- oder Proteinanalysen.
  • Kosmetikindustrie: Herstellung von Lotionen, Shampoos, Emulsionen und kosmetischen Suspensionen.
  • Umweltanalytik: Probenaufbereitung von Boden- oder Wasserproben vor chemischer Analyse.

Die Geräte werden in Laboren, Pilotanlagen und der industriellen Produktion eingesetzt – vom kleinen Handgerät für wenige Milliliter bis hin zu großen Inline-Homogenisatoren für Durchflussmengen von mehreren hundert Litern pro Stunde.

Vorteile von Ultraturrax-Homogenisierern

  • Hohe Effizienz: Durch extreme Scherkräfte werden Partikel und Tropfen sehr fein verteilt, was stabile und homogene Mischungen ermöglicht.
  • Schnelle Verarbeitung: Selbst zähflüssige oder schwer mischbare Systeme können innerhalb kurzer Zeit homogenisiert werden.
  • Einfache Handhabung: Die Geräte sind kompakt, robust und leicht zu bedienen.
  • Reproduzierbarkeit: Durch die präzise Drehzahlregelung lassen sich Homogenisierungsprozesse gut standardisieren.
  • Vielseitigkeit: Geeignet für Flüssig-Flüssig-, Flüssig-Fest- und Flüssig-Gas-Systeme.
  • Skalierbarkeit: Ergebnisse aus dem Labor lassen sich oft auf Produktionsanlagen übertragen (Scale-up).

Nachteile und Grenzen
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Einschränkungen und Nachteile:

  • Wärmeentwicklung: Durch die hohen Scherkräfte entsteht Wärme, die temperaturempfindliche Proben schädigen kann.
  • Begrenzte Partikelgröße: Ultraturrax-Homogenisierer erreichen keine Nanogrößen – für ultrafeine Dispersionen sind Hochdruckhomogenisatoren besser geeignet.
  • Mechanischer Verschleiß: Rotor und Stator unterliegen mechanischer Abnutzung, besonders bei abrasiven Materialien.
  • Probenabhängigkeit: Die Effizienz hängt stark von Viskosität, Dichte und Zusammensetzung der Proben ab.
  • Begrenzte Skalierbarkeit: Ergebnisse aus dem Labor lassen sich nicht immer 1:1 auf industrielle Maßstäbe übertragen.

Die Entwicklung der Rotor-Stator-Homogenisierer geht auf die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Mit dem technischen Fortschritt wurden die Geräte zunehmend leistungsstärker, kompakter und vielseitiger. Moderne Modelle verfügen über digitale Steuerungen, automatische Drehzahlregelung, integrierte Temperaturüberwachung und austauschbare Dispergierwerkzeuge, die an das jeweilige Probenmaterial angepasst werden können. In der industriellen Verfahrenstechnik sind Inline-Ultraturrax-Systeme heute ein fester Bestandteil moderner Produktionslinien.

Ultraturrax-Homogenisierer sind aus Laboren und Produktionsumgebungen nicht mehr wegzudenken. Sie bieten eine schnelle, effiziente und reproduzierbare Möglichkeit, Flüssigkeiten, Emulsionen und Suspensionen zu homogenisieren. Trotz einiger technischer Einschränkungen bleiben sie aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit ein unverzichtbares Werkzeug in Forschung, Entwicklung und Industrie.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
IKA-Werke GmbH & CO. KG, Janke & Kunkel-Str. 10, 79219 Staufen, Baden-Württemberg, Deutschland, info@ika.de, https://ika.de