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Messprinzip: Mechanische Kamm-Methode nach ISO 2808, ASTM D 1212 und DIN EN ISO 2808
Abmessungen: ca. 60 x 35 mm
Bei dem Erichsen Typ 333 handelt es sich um einen präzisen Nassfilm-Dickenmesser in Kammform aus rostfreiem Edelstahl. Das Prüfwerkzeug dient der schnellen und unmittelbaren Bestimmung der Nassschichtdicke von frisch aufgetragenen flüssigen Beschichtungsstoffen wie Lacken, Farben, Öl- und Emulsionsanstrichen, Harzen oder Klebstoffen. Die beiden Prüfkämme besitzen gestaffelte Zähne mit präzise definierten Längenunterschieden. Der Messkamm wird senkrecht in den frischen Nassfilm bis auf den Untergrund gedrückt und wieder herausgezogen. Die Schichtdicke wird an dem Zahn abgelesen, der als letzter benetzt wurde, während der nächsthöhere Zahn trocken bleibt.
Typische Anwendungsfelder:
Qualitätskontrolle beim Auftragen von Lacken, Farben und Schutzanstrichen im Handwerk und in der Industrie
Lackierereien, Karosseriebau und Korrosionsschutz zur Überprüfung der vorgeschriebenen Nassfilmdicke
Laboratorium und Entwicklung zur Bestimmung des Ergiebigkeits- und Trocknungsverhaltens von Beschichtungsstoffen
Prüfung von Klebstoff- und Druckfarbenaufträgen
Vorteile:
Sofortige und zerstörungsfreie Prüfung der Nassschichtdicke direkt nach dem Auftrag
Robustes, unempfindliches Material aus rostfreiem Edelstahl für lange Lebensdauer und einfache Reinigung
Kompaktes Taschenformat für den mobilen Einsatz auf der Baustelle, im Spritzstand oder im Laboratorium
Genaue Ablesbarkeit durch tief gravierte, abriebfeste Skaleneinteilung
Benötigt keine Stromversorgung oder Kalibrierung vor Ort
Nachteile:
Nur unmittelbar nach dem Farbauftrag bei noch flüssigem Film verwendbar
Prüfung hinterlässt eine kleine Kontaktspur im unvernetzten Nassfilm
Ablesung erfordert saubere Zähne und visuelle Kontrolle nach jedem Eintauchen
Das Messprinzip des Messkamms nutzt die geometrische Höhendifferenz der äußeren Führungssprünge gegenüber den inneren Messzähnen. Die beiden äußeren Grundzähne bilden die Nullebene und stehen fest auf dem festen Untergrund auf. Die dazwischenliegenden Zähne weisen jeweils kontinuierlich ansteigende Abstände zur Nullebene auf. Der Nassfilm benetzt alle Zähne, deren Abstand geringer ist als die tatsächliche Schichtdicke der Flüssigkeit.
Die Messkamm-Methode wurde im 20. Jahrhundert standardisiert, um die Schichtdickenkontrolle von Lacken vom Labor direkt an den Arbeitsplatz des Lackierers zu verlegen. Die Firma Erichsen entwickelte mit dem Typ 333 eine handliche Edelstahl-Ausführung, die sich weltweites Ansehen für schnelle Zwischenkontrollen erwarb.