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gebrauchte Filternutsche Schott, Por.1, 90 mm Sinterglas-Fritte

gebrauchte Filternutsche Schott, Por.1, 90 mm Sinterglas-Fritte

Artikelnummer: K7f17.04
HAN: 2472090
        Kategorie:         Nutschen, Filtriergeräte         Nutschen, Filtriergeräte    
  • guter Zustand
  • Fritte verschmutzt
20,00 €
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Hersteller:
  • guter Zustand
  • Fritte verschmutzt
Stk.
Beschreibung

Artikel: Schott Trichter mit Sinterglasfritte Por. 1
Zustand: gebraucht, sehr gut, unbeschädigt, Fritte verschmutzt
Lieferumfang: wie abgebildet, kein weiteres Zubehör

Weiteres:

  • Modellbezeichnung: Glassaugnutsche mit Porenscheibe (Schott 24 720 90)
  • Hersteller: Schott Glaswerke / DWK Life Sciences (Schott Duran)
  • Artikelnummer: 24 720 90
  • Werkstoff: Borosilikatglas 3.3 (Duran, transparent, hochsäure- und temperaturbeständig)
  • Porosität der Fritte: Porosität 1 (Porengröße ca. 100 µm bis 160 µm, gekennzeichnet mit SCHOTT 1)
  • Nennvolumen: 1000 ml
  • Plattendurchmesser / Frittendurchmesser: ca. 90 mm

Rohranschluss / Ablaufrohr: Glasrohr für Absaugflasche oder Gummi-Gaskette (Gummidichtung)

Bei dem vorliegenden Laborgerät handelt es sich um eine klassische Glassaugnutsche mit integrierter Glaskerit-Porenscheibe (Fritte) der Porosität 1 aus der Fertigung von Schott Duran. Das Gerät fasst ein Nennvolumen von 1000 ml und besitzt ein unten angesetztes Ablaufrohr zum Aufsetzen auf eine Saugflasche oder ein Nutschengefäß. Durch das Anlegen von Unterdruck (Vakuum) über eine Wasserstrahlpumpe oder Membranpumpe wird das Filtrat durch die poröse Glasplatte gezogen, während der Feststoff als Filterkuchen auf der Fritte zurückbleibt. Die Porosität 1 steht für eine grobe Porengröße von 100 bis 160 Mikrometern und eignet sich speziell für das Abfiltrieren grober Niederschläge, zum Gaswaschen oder als Vorfilter.

Typische Anwendungsfelder:

  • Apothekenlabor und präparative Chemie zur Absaugfiltration grober Niederschläge und Kristallisationen
  • Trennung von Feststoffen und Flüssigkeiten im Vakuumfiltrationsverfahren
  • Vorfiltration und Abtrennung grober Partikel vor feineren Analysenschritten
  • Reinigung und Umkristallisation im präparativen Maßstab

Vorteile:

  • Sehr hohe Chemikalien- und Säurebeständigkeit durch universell resistentes Borosilikatglas 3.3
  • Kein Papierfilter notwendig, da die Fritte als fester Filterkörper dient
  • Hohe mechanische Stabilität der eingeschmolzenen Glasfritte unter Vakuumbelastung
  • Transparenter Glaskörper erlaubt die ständige visuelle Kontrolle des Filtrationsfortschritts
  • Grobes Porenmaß (Porosität 1) sorgt für eine hohe Durchflussgeschwindigkeit

Nachteile:

  • Glasbruchrisiko bei mechanischer Überlastung oder Anschlagen
  • Verschmutzte Fritten erfordern aufwendige chemische Reinigung (z. B. mit heißer Schwefelsäure oder Chromschwefelsäure), da mechanisches Kratzen die Poren zerstört
  • Bei feinsten Niederschlägen tritt der Feststoff durch die grobe Porosität 1 hindurch

Das Verfahren der Nutschenfiltration nutzt den Druckunterschied zwischen dem Umgebungsdruck im Laboratorium und dem im Filtratgefäß erzeugten Vakuum. Die Suspension wird in den oberen Zylinder der Nutsche gegeben. Durch den atmosphärischen Druck wird die Flüssigkeit durch die poröse Fritte getrieben, was die Filtration gegenüber einer einfachen Gravitationsfiltration um ein Vielfaches beschleunigt.

Die Nutsche wurde im 19. Jahrhundert als offenes Trichtergefäß entwickelt. Die Entwicklung von eingeschmolzenen Glasfilterplatten (Glaskerit-Fritten) durch Otto Schott und Erich Schott in den 1920er Jahren stellte einen bedeutenden Fortschritt für das Chemielabor dar, da dadurch korrosive Säuren und Laugen gefiltert werden konnten, die herkömmliches Filterpapier zersetzen würden. Nutschen mit Schott-Duran-Fritten wurden weltweiter Standard im Labor.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Schott
Stk.