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gebrauchte Zentrifuge Sigma 2-15 mit Universalrotor 11192

gebrauchte Zentrifuge Sigma 2-15 mit Universalrotor 11192

Artikelnummer: 19c606183
        Kategorie:         Laborzentrifugen         Laborzentrifugen    
  • geprüft, guter Zustand
  • 4x 100 mL mit unterschiedlichen Tragbechern
350,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • geprüft, guter Zustand
  • 4x 100 mL mit unterschiedlichen Tragbechern
Beschreibung

Hersteller/Typ: SIGMA 2-15 mit Rotor Sigma 11192
Zustand: gebraucht, mit normalen optischen Gebrauchsspuren, technisch gut erhalten.*
Lieferumfang: Zentrifuge mit Netzkabel, Rotor, 3 Sätze Tragbecher, Anleitung
weitere Daten: 

  • Hersteller: Sigma Laborzentrifugen GmbH
  • Modellbezeichnung: Sigma 2-15
  • Baujahr dieses Artikels: 1992
  • Spannung: 220 bis 240 Volt Wechselstrom
  • Frequenz: 50 bis 60 Hz
  • Leistungsaufnahme: ca. 240 Watt
  • Maximaler Stromwert: ca. 1,3 Ampere
  • Maximale Drehzahl des Antriebs: 13.500 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) je nach eingesetztem Rotor
  • Steuerung: Mikroprozessor-gesteuert mit digitaler Anzeige für Laufzeit und Umdrehungen
  • Antriebsart: Wartungsfreier Induktionsantrieb (bürstenloser Motor)
  • Sicherheitsvorrichtungen: Automatische Deckelverriegelung, Unwuchtabschaltung und Gehäusepanzerung
  • Rotorbezeichnung: Universal-Ausschwingrotor Typ 11192 (Herstellernummer 858453/2)
  • Maximale Drehzahl mit Ausschwingrotor 11192: 4.500 U/min (Herstellerangabe) bzw. 4.500 U/min je nach spezifischer Beladung und Tragbechern
  • Die mitgelieferten Tragbecher müssten sein (ohne Gewähr) 16051 (100mL), 16005 (Vacutainer) und (?) Falcons
  • Kinetische Energie maximal: ca. 6.800 Nm
  • Maximaler Radius des Ausschwingrotors: ca. 13,5 cm
  • Minimale Betriebstemperatur: Tischgerät ungekühlt, Luftkühlung über eingebauten Ventilator
  • Abmessungen des Gehäuses: ca. 33 cm Breite, 43 cm Tiefe, 30 cm Höhe
  • Gewicht der Basiseinheit ohne Zubehör: ca. 21 kg
  • Material der Kunststoffeinsätze: eloxiertes Aluminium

Die Sigma 2-15 ist eine kompakte Mikroprozessor-gesteuerte Tischzentrifuge für den Einsatz im Laborbereich. Das Gehäuse der ersten Generationen um das Baujahr 1992 zeichnet sich durch ein robustes, metallverstärktes Chassis aus. Die Bedienung erfolgt über Folientasten an der Gehäusefront, die eine exakte Vorwahl der Laufzeit sowie der Umdrehungsgeschwindigkeit erlauben. Der hier verbaute Universal-Ausschwingrotor 11192 ermöglicht durch das Ausschwingprinzip eine absolut waagerechte Sedimentation der Probenbestandteile. Dies garantiert eine saubere Trennschicht zwischen fester und flüssiger Phase am Boden der Zentrifugengläser. Die im Set enthaltenen gelb-braunen Reduzieradapter dienen der präzisen Anpassung der 100-mL-Tragbecher auf kleinere Rohrdurchmesser. Der 1-Loch-Adapter mit 25 mm Innendurchmesser eignet sich perfekt für größere Zentrifugenröhrchen oder Flaschen. Der 5-Loch-Adapter mit 13 mm Innendurchmesser pro Bohrung nimmt standardisierte Blutentnahmeröhrchen (z.B. Vacutainer oder Monovetten) oder klassische 15-mL-Laborgläser (z.B. Falcon Tubes) auf.

Typische Anwendungsfelder:

  • Klinische Chemie und Medizinlabore zur Separation von Blutplasma, Blutserum und zellulären Blutbestandteilen
  • Biochemische Labore und Molekularbiologie zur Isolierung von Makromolekülen, Zelltrümmern oder Proteinniederschlägen
  • Lebensmittelanalytik und Umweltlabore zur Klärung von Suspensionen, Säftproben oder Abwasserfiltraten
  • Apotheken und pharmazeutische Labore zur Herstellung und Qualitätsprüfung von Emulsionen oder Suspensionen
  • Schul- und Universitätslabore für Praktika im Bereich Biologie, Chemie und Agrarwissenschaften

Vorteile:

  • Bürstenloser Induktionsmotor garantiert einen komplett wartungsfreien Betrieb ohne Kohlebürstenwechsel und verhindert Kohlenstaub im Labor
  • Hohe Flexibilität durch den Universalrotor 11192, der durch einfachen Austausch der Einsätze für unterschiedlichste Röhrchengrößen genutzt werden kann
  • Waagerechte Sedimentation durch den Ausschwingmechanismus sorgt für optimal ablesbare und stabile Trennschichten in den Gläsern
  • Sicherer Betrieb durch integrierte Deckelzuhaltung (Öffnen erst bei absolutem Stillstand des Rotors möglich) und mechanische Unwuchterkennung
  • Kompakte Stellfläche, die auch auf kleinen Labortischen problemlos Platz findet

Nachteile:

  • Das Gerät von 1992 ist ein reines Luftkühlungs-Modell ohne aktive Kompressorkühlung, wodurch sich wärmeempfindliche biologische Proben (z.B. RNA oder bestimmte Enzyme) bei längeren Laufzeiten erwärmen können
  • Aufgrund des Alters ist die Versorgung mit elektronischen Original-Ersatzteilen wie Platinen oder Displays direkt über den Hersteller eingestellt
  • Höheres Eigengewicht im Vergleich zu modernen Kunststoff-Zentrifugen durch die massive mechanische Sicherheitsbauweise der 1990er Jahre

Das Funktionsprinzip dieses Laborgeräts basiert auf der Nutzung der physikalischen Zentrifugalkraft zur Separation von Stoffgemischen mit unterschiedlichen Dichten. Durch die extrem schnelle Rotation des Rotors werden Partikel mit höherer Dichte (wie Zellen oder Sedimente) radial nach außen bzw. zum Boden des Gefäßes gedrückt, während die leichtere Flüssigphase (der Überstand) innen verbleibt. Beim Ausschwingrotor richten sich die Becher während des Hochlaufs durch die Fliehkraft waagerecht aus, was den Sedimentationsweg exakt parallel zur Rohrachse optimiert.

Geschichtlich betrachtet gehört die Baureihe Sigma 2-15 zu den Pionieren der mikroprozessorgesteuerten Kompaktzentrifugen für den Labortisch. In den frühen 1990er Jahren löste diese Technologie die alten, rein analog und mechanisch über Zeitschaltuhren geregelten Tischzentrifugen ab. Die präzise digitale Eingabe veränderte die Standardisierung von Protokollen in der medizinischen Diagnostik nachhaltig. Sigma Laborzentrifugen etablierte sich mit dieser Generation als internationaler Standard für Zuverlässigkeit. Die hier vorliegenden beigen Einsätze aus Spezialkunststoff sind typische Zeitzeugen der damaligen Labortechnik, bei der mechanische Robustheit und Beständigkeit gegen Desinfektionsmittel oberste Priorität hatten.

*Bitte beachten Sie, dass die alten Rotoren (insb. das eloxierte Alu von Sigma) ein potentielles Risiko darstellen und sich außerhalb jeglicher Gewährleitung befinden

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Sigma Laborzentrifugen GmbH, An der Unteren Söse 50, 37520 Osterode am Harz, info@sigma-zentrifugen.de, https://sigma-zentrifugen.de