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gebrauchter Festwinkel-Rotor Sorvall F-12/M.18 für MC-12

gebrauchter Festwinkel-Rotor Sorvall F-12/M.18 für MC-12

Artikelnummer: K10c99
HAN: F-12/M.18
        Kategorie:         Rotoren für Zentrifugen         Rotoren für Zentrifugen    
  • für 1,5 und 2 mL Mikroreaktionsröhrchen (Eppendorf-Tubes)
  • Gebrauchsspuren, intakt
100,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • für 1,5 und 2 mL Mikroreaktionsröhrchen (Eppendorf-Tubes)
  • Gebrauchsspuren, intakt
Beschreibung

 

Hersteller/Typ: Sorvall Festwinkelrotor  F-12/M.18
Zustand: gebraucht, intakt, Gebrauchsspuren,
Lieferumfang: wie abgebildet (Originalfotos), kein Zubehör  
weitere Daten:

  • Hersteller: Sorvall / DuPont (Du Pont Company / Sorvall Manufacturing)
  • Rotor-Typ: Festwinkelrotor / Fixed Angle Rotor
  • Modell-Bezeichnung: F12/M.18 (gelegentlich auch als F-12/M.18 geführt)
  • Maximale Drehzahl: 12000 Umdrehungen pro Minute (12000 rpm MAX)
  • Sterilisations-Eigenschaft: Autoklavierbar bei 121 Grad Celsius (vollständig dampfsterilisierbar)
  • Rotor-Kapazität / Anzahl Probenplätze: 24 Positionen für Probengefäße (24 tube positions)
  • Zugelassene Probengefäße: Mikrolitergefäße / Reaktionsgefäße (Eppendorfgefäße / Microcentrifuge Tubes)
  • Maximaler RZB-Wert / Relative Zentrifugalbeschleunigung: ca. 12127 x g (variiert je nach eingelegtem Gefäßtyp und Radius minimal)
  • Material des Rotorkörpers: Aluminium (hochfestes, eloxiertes Leichtmetall)
  • Material des Rotordeckels: Aluminium, blau eloxiert (blue aluminum cover / lid)
  • Schnittstelle zur Zentrifuge: Zentrale Steckachse mit oberer Fixierung für die Spindel der MC-Serie
  • Kompatible Zentrifugen-Modelle: Sorvall MC-12, Sorvall MC-12V, Sorvall MC-12C (Klassische High-Speed Tisch-Mikrozentrifugen / Minifugen)

Der Festwinkelrotor Sorvall DuPont F12/M.18 nimmt ohne den Einsatz von Adaptern oder Reduzierstücken ausschließlich ein standardisiertes Probengefäß-Format direkt in seinen 24 Bohrungen auf. Direkt passende Probenbehälter ohne Adapter:

  • Standard-Mikrolitergefäße mit 1,5 Milliliter Volumen (oft bezeichnet als Eppendorf-Röhrchen, Eppi, Microtubes oder Reaktionsgefäße)
  • Standard-Mikrolitergefäße mit 2,0 Milliliter Volumen (in der klassischen, schlanken Bauform mit identischem Außendurchmesser wie die 1,5-Milliliter-Variante)
  • Gefäß-Spezifikationen für die Direktbestückung:
  • Maximaler zulässiger Außendurchmesser des Röhrenkörpers: 11,0 Millimeter
  • Maximale zulässige Länge des Gefäßes inklusive geschlossenem Deckel: 42,0 Millimeter
  • Bodengeometrie der Bohrung: Konisch geformter Flachboden zur optimalen Lastverteilung des Röhrenbodens unter Fliehkraft
  • Kragen-Aufhängung: Der umlaufende Rand oder Schnappdeckel-Verschluss des Reaktionsgefäßes liegt direkt flach auf der Oberkante der Rotorbohrung auf

Das Gerät ist ein klassischer, kompakter Festwinkelrotor mit 24 Positionen für die hochtourige Zentrifugation im Mikroliterbereich. Er wurde von Sorvall DuPont speziell für die Geometrie und Leistungsdaten der MC-Zentrifugenserie entwickelt. Die Probenaufnahmen sind in einem starren Winkel im massiven, eloxierten Aluminium-Rotorkörper gebohrt. Dies verkürzt den Sedimentationsweg der Partikel im Vergleich zu Ausschwingrotoren erheblich und ermöglicht eine schnelle Phasenabscheidung. Der blau eloxierte Aluminiumdeckel schützt den Probenraum vor Luftturbulenzen, reduziert die Geräuschentwicklung und fängt im Falle eines Gefäßbruchs freigesetzte Flüssigkeiten ab. Da das gesamte System bis 121 Grad Celsius autoklavierbar ist, eignet sich der Rotor hervorragend für Arbeiten unter sterilen Bedingungen und im biologischen Sicherheitsbereich.

Typische Anwendungsfelder:

  • Molekularbiologie zur DNA-Fällung und RNA-Isolierung (z.B. bei der Durchführung von Mini-Preps)
  • Biochemie zur Klärung von Zelllysaten und zur Entfernung unlöslicher Bestandteile (insoluble debris)
  • Medizinische Forschung und Diagnostik zur Separation saurer Fraktionen, Proteinniederschläge und Urin-Fragmenten
  • Mikrobiologie zur schnellen Ernte und Pelletierung von Bakteriensuspensionen und Zellfragmenten im High-Speed-Bereich

Vorteile:

  • Hohe Kapazität von 24 Plätzen auf extrem kompaktem Raum für optimalen Probendurchsatz
  • Schnelle Beschleunigungs- und Sedimentationszeiten durch die starre Festwinkel-Konstruktion
  • Zuverlässige thermische und biologische Sicherheit durch die uneingeschränkte Autoklavierbarkeit bei 121 Grad Celsius
  • Robuste, verschleißfreie Materialverarbeitung aus eloxiertem Aluminium ohne bewegliche mechanische Gelenke
  • Geringer Luftwiderstand und reduzierte Proben-Erwärmung durch die aerodynamische Geometrie des Rotorkörpers mit passgenauem Deckel

Nachteile:

  • Schräge Schichtbildung (Pelletierung) an den Gefäßwänden bauartbedingt, was das anschließende Pipettieren im Vergleich zum Ausschwingrotor erschwert
  • Strikt eingegrenzte Kompatibilität, da das System ausschließlich auf die historische Sorvall MC-Mikrozentrifugenplattform passt
  • Begrenztes Gesamtvolumen pro Probenplatz, da der Rotor rein auf kleine Mikroliter- und Reaktionsgefäße ausgelegt ist
  • Aluminium-Rotorkörper erfordern bei der Verwendung aggressiver Chemikalien oder Säuren eine sofortige, sorgfältige Reinigung zur Vermeidung von Lochfraß

Das Geräteprinzip des F12/M.18 basiert auf der Ausnutzung der Fliehkraft in einem rotierenden System mit fixierter Probengeometrie. Durch den starren Winkel der Gefäße wandern die Partikel unter dem Einfluss der Zentrifugalkraft radial nach außen, treffen auf die schräge Wand des Reaktionsgefäßes und gleiten an dieser entlang zügig zum Gefäßboden. Da sich der Winkel des Gefäßes im Lauf und im Stillstand nicht verändert, entfallen mechanische Belastungen an Aufhängungsbolzen, was Drehzahlen bis zu 12000 Umdrehungen pro Minute in Kleingeräten erst sicher möglich macht.

Geschichtlich betrachtet repräsentiert dieser Rotor die Blütezeit der Partnerschaft zwischen dem traditionsreichen US-amerikanischen Zentrifugenpionier Sorvall und dem Technologiekonzern DuPont (Du Pont Company) in den 1980er und 1990er Jahren. In dieser Epoche explodierte der Bedarf an schnellen, zuverlässigen Tisch-Mikrozentrifugen (oft als Minifugen bezeichnet) durch den weltweiten Aufstieg der Molekularbiologie und Genetik. Ein Rotor musste unkompliziert, sicher und vor allem autoklavierbar sein, um Kontaminationen mit Fremd-DNA oder Krankheitserregern auszuschließen. Das Design des F12/M.18 mit seinem charakteristischen blauen Deckel wurde in tausenden biologischen und medizinischen Forschungseinrichtungen zum Standardwerkzeug für die Probenvorbereitung. Nach der späteren Umstrukturierung der Laborsparten und der Übernahme durch Thermo Scientific wurden diese reinen Nischensysteme für Mikrozentrifugen durch universellere Plattformen abgelöst, weshalb der F12/M.18 heute ein gesuchtes Ersatzteil für den Erhalt historischer MC-Systeme darstellt.

Kontaktdaten
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Hersteller gemäß GPSR
Thermo Electron LED GmbH, Robert-Bosch-Straße 1, 63505 Langenselbold, info.labequipment.de@thermofisher.com, https://thermofisher.com