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Der Festwinkelrotor Sorvall DuPont F12/M.18 nimmt ohne den Einsatz von Adaptern oder Reduzierstücken ausschließlich ein standardisiertes Probengefäß-Format direkt in seinen 24 Bohrungen auf. Direkt passende Probenbehälter ohne Adapter:
Standard-Mikrolitergefäße mit 1,5 Milliliter Volumen (oft bezeichnet als Eppendorf-Röhrchen, Eppi, Microtubes oder Reaktionsgefäße)
Standard-Mikrolitergefäße mit 2,0 Milliliter Volumen (in der klassischen, schlanken Bauform mit identischem Außendurchmesser wie die 1,5-Milliliter-Variante)
Gefäß-Spezifikationen für die Direktbestückung:
Maximaler zulässiger Außendurchmesser des Röhrenkörpers: 11,0 Millimeter
Maximale zulässige Länge des Gefäßes inklusive geschlossenem Deckel: 42,0 Millimeter
Bodengeometrie der Bohrung: Konisch geformter Flachboden zur optimalen Lastverteilung des Röhrenbodens unter Fliehkraft
Kragen-Aufhängung: Der umlaufende Rand oder Schnappdeckel-Verschluss des Reaktionsgefäßes liegt direkt flach auf der Oberkante der Rotorbohrung auf
Das Gerät ist ein klassischer, kompakter Festwinkelrotor mit 24 Positionen für die hochtourige Zentrifugation im Mikroliterbereich. Er wurde von Sorvall DuPont speziell für die Geometrie und Leistungsdaten der MC-Zentrifugenserie entwickelt. Die Probenaufnahmen sind in einem starren Winkel im massiven, eloxierten Aluminium-Rotorkörper gebohrt. Dies verkürzt den Sedimentationsweg der Partikel im Vergleich zu Ausschwingrotoren erheblich und ermöglicht eine schnelle Phasenabscheidung. Der blau eloxierte Aluminiumdeckel schützt den Probenraum vor Luftturbulenzen, reduziert die Geräuschentwicklung und fängt im Falle eines Gefäßbruchs freigesetzte Flüssigkeiten ab. Da das gesamte System bis 121 Grad Celsius autoklavierbar ist, eignet sich der Rotor hervorragend für Arbeiten unter sterilen Bedingungen und im biologischen Sicherheitsbereich.
Typische Anwendungsfelder:
Molekularbiologie zur DNA-Fällung und RNA-Isolierung (z.B. bei der Durchführung von Mini-Preps)
Biochemie zur Klärung von Zelllysaten und zur Entfernung unlöslicher Bestandteile (insoluble debris)
Medizinische Forschung und Diagnostik zur Separation saurer Fraktionen, Proteinniederschläge und Urin-Fragmenten
Mikrobiologie zur schnellen Ernte und Pelletierung von Bakteriensuspensionen und Zellfragmenten im High-Speed-Bereich
Vorteile:
Hohe Kapazität von 24 Plätzen auf extrem kompaktem Raum für optimalen Probendurchsatz
Schnelle Beschleunigungs- und Sedimentationszeiten durch die starre Festwinkel-Konstruktion
Zuverlässige thermische und biologische Sicherheit durch die uneingeschränkte Autoklavierbarkeit bei 121 Grad Celsius
Robuste, verschleißfreie Materialverarbeitung aus eloxiertem Aluminium ohne bewegliche mechanische Gelenke
Geringer Luftwiderstand und reduzierte Proben-Erwärmung durch die aerodynamische Geometrie des Rotorkörpers mit passgenauem Deckel
Nachteile:
Schräge Schichtbildung (Pelletierung) an den Gefäßwänden bauartbedingt, was das anschließende Pipettieren im Vergleich zum Ausschwingrotor erschwert
Strikt eingegrenzte Kompatibilität, da das System ausschließlich auf die historische Sorvall MC-Mikrozentrifugenplattform passt
Begrenztes Gesamtvolumen pro Probenplatz, da der Rotor rein auf kleine Mikroliter- und Reaktionsgefäße ausgelegt ist
Aluminium-Rotorkörper erfordern bei der Verwendung aggressiver Chemikalien oder Säuren eine sofortige, sorgfältige Reinigung zur Vermeidung von Lochfraß
Das Geräteprinzip des F12/M.18 basiert auf der Ausnutzung der Fliehkraft in einem rotierenden System mit fixierter Probengeometrie. Durch den starren Winkel der Gefäße wandern die Partikel unter dem Einfluss der Zentrifugalkraft radial nach außen, treffen auf die schräge Wand des Reaktionsgefäßes und gleiten an dieser entlang zügig zum Gefäßboden. Da sich der Winkel des Gefäßes im Lauf und im Stillstand nicht verändert, entfallen mechanische Belastungen an Aufhängungsbolzen, was Drehzahlen bis zu 12000 Umdrehungen pro Minute in Kleingeräten erst sicher möglich macht.
Geschichtlich betrachtet repräsentiert dieser Rotor die Blütezeit der Partnerschaft zwischen dem traditionsreichen US-amerikanischen Zentrifugenpionier Sorvall und dem Technologiekonzern DuPont (Du Pont Company) in den 1980er und 1990er Jahren. In dieser Epoche explodierte der Bedarf an schnellen, zuverlässigen Tisch-Mikrozentrifugen (oft als Minifugen bezeichnet) durch den weltweiten Aufstieg der Molekularbiologie und Genetik. Ein Rotor musste unkompliziert, sicher und vor allem autoklavierbar sein, um Kontaminationen mit Fremd-DNA oder Krankheitserregern auszuschließen. Das Design des F12/M.18 mit seinem charakteristischen blauen Deckel wurde in tausenden biologischen und medizinischen Forschungseinrichtungen zum Standardwerkzeug für die Probenvorbereitung. Nach der späteren Umstrukturierung der Laborsparten und der Übernahme durch Thermo Scientific wurden diese reinen Nischensysteme für Mikrozentrifugen durch universellere Plattformen abgelöst, weshalb der F12/M.18 heute ein gesuchtes Ersatzteil für den Erhalt historischer MC-Systeme darstellt.
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Hersteller gemäß GPSR Thermo Electron LED GmbH, Robert-Bosch-Straße 1, 63505 Langenselbold, info.labequipment.de@thermofisher.com, https://thermofisher.com