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4 gebrauchte Gehänge Hettich 1372 13,5 mm

4 gebrauchte Gehänge Hettich 1372 13,5 mm

Artikelnummer: K6f6073115
HAN: 75003748
        Kategorie:         Ersatzteilspender, Fundgrube         Ersatzteilspender, Fundgrube    
  • für Rotoren Hettich 1726, 1624, 4618
  • Herstellergarantie überschritten
30,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • für Rotoren Hettich 1726, 1624, 4618
  • Herstellergarantie überschritten
Stk.
Beschreibung

Ausschwingbecher für unterschiedliche Hettich-Rotoren, 

Hersteller/Typ: 
Hettich 1372
geeignet für: Rotoren hettich 1726, 1624, 4618
Zustand: gebraucht, moderate Gebrauchsspuren; Herstellergarantie überschritten (Siehe Abb.)
Lieferumfang: 4 Stück, wie abgebildet, kein weiteres Zubehör
weitere Daten: 

  • Hersteller: Andreas Hettich GmbH & Co. KG
  • Artikelbezeichnung: Gehänge 1372 (auch gelistet unter der Nummer 007662 1372)
  • Kompatibler Rotor: 4-fach Ausschwingrotor Typ 1624
  • Kapazität je Gehänge: 17-fach Nutgehänge (17 Bohrungen für entsprechende Gefäße)
  • Bohrung Abmessungen: Durchmesser 13,5 mm x Länge 65 mm
  • Material: Hochwertiger, autoklavierbarer Kunststoff (Polyamid)
  • Maximale Drehzahl (RPM): 4.000 min-1 (abhängig von der genutzten Tischzentrifuge)
  • Maximale relative Zentrifugenbeschleunigung (RCF): 2.665 x g bei Universal 320 / 2.451 x g bei Rotofix 32 A
  • Schwenkwinkel: Horizontaler Ausschwingwinkel von 90 Grad

Das Hettich Gehänge 1372 ist ein präzise gefertigtes Laborzubehör aus robustem Kunststoff, das als Träger für Probenröhrchen im Ausschwingrotor dient. Es wird ohne Werkzeug in den vier Plätzen des Rotors 1624 eingehängt und richtet sich während des Rotationsvorgangs physikalisch bedingt waagerecht aus. Durch die Aufteilung in 17 Bohrungen können sehr viele schmale Probengefäße wie Rundbodenröhrchen parallel verarbeitet werden.

Typische Anwendungsfelder liegen in medizinischen Diagnostiklaboren, klinischen Forschungseinrichtungen, Universitätsinstituten und industriellen Testlaboren. Es wird primär für die schonende Sedimentation, Klärung und Phasentrennung eingesetzt. Dazu zählt die Aufbereitung von Blutproben zur Gewinnung von Blutplasma oder Serum, die Trennung von Urinproben sowie das Abschleudern von Zellsuspensionen, Bakterienkulturen und Proteinlösungen.

Vorteile:

  • Hoher Probendurchsatz durch die effiziente 17-fach Aufteilung je Gehänge
  • Optimale Phasentrennung im exakten 90 Grad Winkel, wodurch die Sedimentschicht waagerecht und stabil bleibt
  • Geringer Verschleiß und hohe chemische Beständigkeit durch den verwendeten Spezialkunststoff
  • Leichte Reinigung und Desinfektion, da das Material autoklavierbar ist
  • Schneller, werkzeugloser Wechsel der Gehänge zur flexiblen Umrüstung des Rotors

Nachteile:

  • Strippte Limitierung auf Gefäße mit einem maximalen Außendurchmesser von unter 13,5 mm
  • Kein integrierter Bio-Containment Schutz (nicht aerosoldicht ohne zusätzlichen Spezialdeckel)
  • Erhöhtes Risiko von Unwuchten bei ungleichmäßiger Bestückung der vielen Einzelbohrungen

Das Geräteprinzip basiert auf der Ausnutzung der Massenträgheit und der daraus resultierenden Zentrifugalkraft bei einer Kreisbewegung. Im Ruhezustand hängen die Träger senkrecht nach unten. Sobald die Zentrifuge startet und Drehzahl aufbaut, schwingen die Gehänge durch die Fliehkraft in die Horizontale auf. Dadurch wandern die schwereren Bestandteile einer Flüssigkeit an den Boden des Röhrchens, während leichtere Phasen oben verbleiben. Nach dem Bremsvorgang schwenken die Träger sanft zurück in die Vertikale, ohne dass sich die getrennten Schichten wieder vermischen.

Historisch gesehen entwickelte sich dieses Prinzip aus einfachen Handkurbelzentrifugen des späten 19. Jahrhunderts, die vor allem in der Molkereiwirtschaft zur Fettbestimmung genutzt wurden. Die Firma Hettich, gegründet im Jahr 1904 von Andreas Hettich, revolutionierte den medizinischen Laboralltag durch den Bau der ersten elektrisch betriebenen Zentrifugen. Während frühe Konstruktionen oft starre Winkelrotoren besaßen, setzten sich Ausschwingrotoren mit wechselbaren Gehängen in der Mitte des 20. Jahrhunderts für anspruchsvolle medizinische Trennverfahren durch, da sie eine scharf abgegrenzte Schichtbildung ohne Schräggradienten ermöglichen.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Thermo Electron LED GmbH, Robert-Bosch-Straße 1, 63505 Langenselbold, Hessen, Deutschland, info.labequipment.de@thermofisher.com, https://thermofisher.com
Stk.