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gebrauchtes Pillenbrett aus Apotheke

gebrauchtes Pillenbrett aus Apotheke

Artikelnummer: K10c12.08
  • Gebrauchs- und Alterungsspuren
50,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • Gebrauchs- und Alterungsspuren
Stk.
Beschreibung

Artikel: Pillenbrett
Eigenschaften: mehrteilig
Zustand: Gebrauchsspuren, Alterungsspuren, reinigungsbedürftig, funktionstüchtig
Lieferumfang: wie abgebildet, kein weiteres Zubehör

Ein Pillenbrett ist ein traditionelles Werkzeug in der Apothekerkunst, das zur manuellen Herstellung von Pillen verwendet wird. Es dient dazu, aus einer vorbereiteten Pillenmasse gleichmäßige, runde Pillen zu formen. Der Prozess der Pillenherstellung mit einem Pillenbrett umfasst mehrere Schritte:

  • Zuerst wird eine Pillenmasse aus verschiedenen Inhaltsstoffen hergestellt, die typischerweise Wirkstoffe, Bindemittel und andere Hilfsstoffe enthält.
  • Diese Masse wirde dann zu einem Strang geformt.
  • Mit Hilfe eines speziellen Werkzeugs, dem Abteiler, wird der Strang in gleichmäßige Stücke geteilt.
  • Die abgeteilten Stücke werden auf das Pillenbrett gelegt.
  • Durch geschicktes Rollen und Formen auf dem Pillenbrett werden aus den einzelnen Stücken runde Pillen geformt.

Das Pillenbrett ermöglicht es dem Apotheker, präzise und gleichmäßige Pillen herzustellen, was für die korrekte Dosierung der Medikamente von großer Bedeutung ist.

Das klassische Pillen-Dreh-Brett ist eine mechanische Vorrichtung zur präzisen manuellen Formung und Aufteilung von Arzneiformen. Es besteht aus einer stabilen hölzernen Grundplatte, in die eine glatte Rollfläche sowie ein geriffeltes Metallbett eingelassen sind. Zum Gerät gehört ein separater, beidhändig zu führender Pillenabschneider mit exakt spiegelbildlich verlaufenden Metallrillen sowie ein runder, hölzerner Pillenroller zum finalen Formen.

Typische Anwendungsfelder liegen in der pharmazeutischen Galenik historischer Apotheken, im Krankenhauslabor sowie in der Rezepturherstellung zur Anfertigung individueller, vordosierter Arzneimittel in Kugelform. Heute wird das Instrument primär in Museumswerkstätten, zu Vorführzwecken in der pharmazeutischen Lehre sowie als dekoratives Sammlerobjekt

Vorteile:

  • Völlig stromunabhängiger Betrieb und rein mechanische Funktionsweise ohne Verschleißteile.
  • Gleichmäßige Aufteilung einer flexiblen Masse in exakt volumengleiche Einzeldosen.
  • Hohe Langlebigkeit durch robuste Materialien wie Massivholz und korrosionsbeständige Metallrillen.
  • Einfache Reinigung der glatten Arbeitsflächen aus Schiefer oder Holz.

Nachteile:

  • Hoher Zeitaufwand und körperlicher Arbeitsaufwand im Vergleich zu modernen Tablettenpressen.
  • Erfordert viel handwerkliches Geschick und Erfahrung des Anwenders beim Ausrollen der Stränge.
  • Geringer Durchsatz, weshalb das Prinzip für die industrielle Massenproduktion ungeeignet ist.
  • Anhaftungen der klebrigen Pillenmasse erfordern den permanenten Einsatz von Trennmitteln wie Bärlappsporen.

Das Geräteprinzip basiert auf dem plastischen Verformen und anschließenden Scheren einer teigartigen Masse. Zunächst mischt der Pharmazeut die medizinischen Wirkstoffe mit Bindemitteln wie Hefeextrakt, Glycerin und Wasser zu einer knetbaren Substanz. Diese Masse wird auf dem glatten Schieferteil des Brettes zu einem gleichmäßigen Strang ausgerollt, dessen Gesamtlänge der exakten Breite des Rillenbettes entspricht. Der Strang wird auf die untere Metallschiene gelegt. Durch das Aufsetzen und Vor- und Zurückbewegen des oberen Pillenabschneiders trennen die scharfen Metallkanten den Strang in gleichgroße Abschnitte, während die Rundung der Rillen die Segmente gleichzeitig zu kleinen Walzen oder groben Kugeln vorformt.

Geschichtlich revolutionierte diese Erfindung ab Mitte des 18. Jahrhunderts die Pharmazie. Zuvor musste jede Pille einzeln mit den Fingern abgewogen und gerollt werden, was zu erheblichen Dosierungsschwankungen führte. Die Einführung des Pillenbretts erlaubte erstmals eine Standardisierung und Massenproduktion im Apothekenlabor. Der Begriff des Pillendrehers etablierte sich in dieser Epoche als Berufsbezeichnung für den Apotheker. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und dem Siegeszug der industriell gefertigten Press-Tablette und Gelatinekapsel blieb das Brett das wichtigste Werkzeug zur Herstellung oraler Arzneiformen.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
unbekannt, Stemmer Landstr. 139, 32425 Minden, Deutschland, mail@laboreinkauf-de
Stk.