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ARTIKEL: Scheren-Hebebühne für den Einsatz im Labor ERHALTUNG: moderate Gebrauchsspuren, voll funktionstüchtig MATERIAL: Aluminium Typ: unbek. Weiteres:
ca. 5,8...27 cm Hubhöhe
ca. 13 x 16 cm Fläche
Bedienung: Manuell über ein leichtgängige Dreh-Rändelschraube
Konstruktionsprinzip: doppelbündige Scherentechnik zur vertikalen Kraftübertragung
Wartung: Wartungsfreie Gleitlager, Reinigung mit haushaltsüblichen Labor-Desinfektionsmitteln möglich
Vorteile
Ermöglicht eine absolut stufenlose, millimetergenaue Höhenanpassung von schweren und empfindlichen Glasaufbauten ohne Ruckeln
Die parallele Führung der oberen und unteren Platte verhindert ein Verkippen der darauf platzierten Flüssigkeiten oder Geräte
Ausführungen in Edelstahl bieten eine exzellente Beständigkeit gegen aggressive Chemikalien, Säuren, Laugen und Lösungsmittel
Robuste, rein mechanische Konstruktion ohne störungsanfällige Elektronik oder Hydraulikkomponenten sorgt für extreme Langlebigkeit
Leicht zu reinigende Oberflächen erfüllen gängige Hygienestandards in der pharmazeutischen und biologischen Arbeitspraxis
Nachteile
Manuelle Höhenverstellung erfordert bei maximaler Auslastung und schweren Traglasten einen spürbaren Kraftaufwand über das Handrad
Bei Erreichen der maximalen mechanischen Ausfahrhöhe nimmt die systembedingte Seitenstabilität gegenüber Scherkräften leicht ab
Günstige Aluminium-Modelle können bei direktem Kontakt mit starken Säuren korrodieren oder unschöne Flecken ansetzen
Das Geräteprinzip basiert auf einem klassischen Scherengetriebe, auch bekannt als Nürnberger Schere. Durch das Drehen einer horizontal gelagerten Gewindespindel über das Handrad werden die Kreuzungspunkte der Scherenarme entweder zueinander gezogen oder voneinander weggedrückt. Diese horizontale Bewegung der Gelenke wird durch die Geometrie der Hebelarme in eine rein vertikale, synchrone Hub- oder Senkbewegung der oberen Plattform transformiert.
Geschichtlich gehören diese mechanischen Hebehilfen seit der Etablierung moderner Laboratorien im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zur absoluten Grundausstattung. Bevor standardisierte Metall-Laborboys auf den Markt kamen, behalfen sich Chemiker oft mit hölzernen Unterlegblöcken, Büchern oder einfachen Keilkonstruktionen, was bei heißen oder gefährlichen Flüssigkeiten ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellte. Die Einführung der Scherenbühne revolutionierte die Sicherheit am Arbeitsplatz, da Apparaturen nun im laufenden Betrieb und ohne Erschütterung angehoben oder bei Gefahrensituationen, wie einem drohenden thermischen Runaway, durch schnelles Herunterdrehen der Heizquelle sofort getrennt werden konnten.