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gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 120 RS mit Rotor 4294

gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 120 RS mit Rotor 4294

Artikelnummer: H31291
HAN: 4271
Kategorie: Laborzentrifugen
  • Gebrauchsspuren
  • mit Rotor, Bechern und Einsätzen für 50ml-Falcon
  • max. 7.500 U/min (mit Rotor 4294: 4.500 U/min)
500,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • Gebrauchsspuren
  • mit Rotor, Bechern und Einsätzen für 50ml-Falcon
  • max. 7.500 U/min (mit Rotor 4294: 4.500 U/min)
Beschreibung

Hersteller/Typ: gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 120 RS Typ 4271 Bj. 1997 mit Rotor 4294
Zustand: grundsätzlich funktionstüchtig:

  • Kühlung (FCKW-frei) läuft prima
  • Maximalgeschwindigkeit des Rotors wird erreicht
  • relativ laute Betriebsgeräusche verglichen mit anderen Zentrifugen dieser Größe: https://youtube.com/shorts/0fYhB9UY768
  • aufgrund des Alters Verkauf als Ersatzteilspender ohne Gewährleistung/Garantie - aber mit einem mehrtägigem Rückgaberecht zum Testen (Transportkosten zu Lasten d. Kunden)

Lieferumfang: wie abgebildet:Hettich Rotixa 120 RS (Typ 4271) mit Rotor 4294, 4 Bechern 4295 sowie 4 passenden Einsätzen 4245; Anleitung als pdf
Lieferung /Abholung / Versand: Speditionstransport
weitere Daten (o. Gewähr): 

  • Netzanschluss: 230 Volt Wechselstrom
  • Netzfrequenz: 50 bis 60 Hertz
  • Leistungsaufnahme: 2.400 Watt
  • Maximale Schleuderdrehzahl des Grundgerätes: 7.500 Umdrehungen pro Minute
  • Kühlung: Integrierte, leistungsstarke FCKW-freie Kühlmaschine, aktive Kühlung
  • Temperatureinstellbereich: minus 20 Grad Celsius bis plus 40 Grad Celsius
  • Vorkühlung: Integriertes Vorkühlprogramm über die Steuerung aktivierbar
  • Bauform: Standzentrifuge mit integriertem Kühlkompressor
  • Schleuderraum: Rostfreier Edelstahl, kälteisoliert
  • Sicherheitseinrichtungen: Automatische Rotorerkennung, Deckelverriegelung, Deckelzuhaltung, Deckelfallsicherung, Notentriegelung und sensorbasierte Unwuchtabschaltung
  • Außenmaße Breite mal Tiefe mal Höhe: 71 x104 x 65,3 cm³

Spezifische Daten mit dem installierten Ausschwingrotor 4294:

  • Rotortyp: Vierfach-Ausschwingrotor für hohe Volumina
  • Maximale Rotordrehzahl im Grundgerät: 4.500 Umdrehungen pro Minute
  • Maximale Kapazität des Rotors: 4 mal 1.000 Milliliter Flüssigkeit
  • Gehänge beziehungsweise Becher: Typ 4295 mit einer maximalen Aufnahme von bis zu 1.000 Milliliter
  • Einsätze beziehungsweise Gestelle: Typ 4245, passend für die Gehänge 4295 im Rotor 4294 für insg. 32 Falcon-Röhrchen zu 50 mL (290 x 116) mm

Die gekühlte Standzentrifuge ist ein leistungsstarkes Großgerät mit aktiver Kältemaschine für den produktiven Dauereinsatz im Labor. Das freistehende Modell zeichnet sich durch ein hohes Fassungsvermögen aus und kühlt temperaturempfindliche Proben während der Zentrifugation zuverlässig. Der Schleuderraum aus reinem Edelstahl garantiert optimale hygienische Bedingungen und verhindert Eisbildung durch die integrierte Isolierung. Die mikroprozessorgesteuerte Elektronik kontrolliert präzise die gewählten Parameter wie Temperatur, Drehzahl, Bremsstufen und Laufzeit. Sicherheitskomponenten wie die sensorbasierte Unwuchtabschaltung und die motorische Deckelzuhaltung schützen den Anwender im täglichen Laborbetrieb verlässlich vor mechanischen Risiken.

Typische Anwendungsbereiche in Großlaboren, Blutbanken und Pharmazie:

  • Zentralisierte Routinelabore zur massenhaften Separation von temperaturempfindlichen Blutkomponenten wie Serum oder Plasma
  • Blutbanken und Transfusionsmedizin zur Fraktionierung von Vollblutspenden in rote Blutkörperchen und Gerinnungsfaktoren unter Kühlung
  • Klinische Chemie zur präzisen Probenaufbereitung großer Durchsatzmengen vor automatisierten Analysen ohne Probenüberhitzung
  • Biotechnologische Produktionsanlagen zur Separation von thermolabilen Zellkulturen, Biomasse oder Proteinen aus Suspensionen
  • Pharmazeutische Industrie zur Ernte von Makromolekülen und biologischen Wirkstoffen im Rahmen der gekühlten Qualitätskontrolle
  • Medizinische Forschungslabore zur Isolation von Enzymen, Proteinkomplexen und RNA-Proben bei konstanten Temperaturen

Vorteile:

  • Leistungsstarke aktive Kühlung schützt temperaturempfindliche biologische Proben zuverlässig vor thermischer Degradation
  • Sehr hohes Fassungsvermögen von bis zu vier Litern Gesamtvolumen ermöglicht exzellente Effizienz bei hohem Probenaufkommen
  • Extrem langlebige und verwindungsfreie Konstruktion sorgt für Standfestigkeit und extreme mechanische Belastbarkeit
  • Hohe Arbeitssicherheit durch automatisierte Überwachungssysteme wie Unwuchterkennung und mehrfache Deckelsicherung
  • Wartungsfreundlicher, verschleißfreier Frequenzantrieb verringert die laufenden Betriebskosten im Labor

Nachteile:

  • Hoher Platzbedarf und hohes Eigengewicht durch den Kompressor schränken die Flexibilität im Laborraum ein
  • Erhöhter Energiebedarf und Wärmeabgabe an den Aufstellraum durch die 2.400 Watt Leistungsaufnahme der Kühlmaschine
  • Längere Vorlaufzeiten erforderlich, um den Schleuderraum über das Vorkühlprogramm auf die Zieltemperatur zu bringen
  • Ersatzteilbeschaffung für Steuerungskomponenten und historische Kühlkreisplatinen herstellerseitig aufgrund des Gerätealters erschwert

Das physikalische Funktionsprinzip beruht auf der Ausnutzung der Zentrifugalkraft zur Dichtetrennung von Stoffgemischen unter kontrollierten Temperaturbedingungen. Während der Rotation des Ausschwingrotors schwenken die Becher in die horizontale Position auf. Die schwereren Bestandteile der Probenflüssigkeit wandern entlang der Fliehkraftachse geradlinig zum Boden der Primärgefäße, während die leichteren Phasen sedimentieren oder oben verbleiben. Durch die integrierte Kühlmaschine wird die Reibungswärme, die durch den Luftwiderstand des Rotors im Schleuderraum entsteht, aktiv kompensiert, wodurch die Probe auf einer konstanten Temperatur gehalten wird.

Geschichtlich repräsentiert diese Baureihe mit dem Kürzel RS den industriellen Standard für gekühlte Großraum-Standzentrifugen aus der Epoche des Übergangs zur digitalen Mikroprozessortechnik. Vor der Etablierung dieser Generation wurden gekühlte Großzentrifugen meist über unpräzise Thermostate und analoge Zeitschaltuhren reguliert, was erhebliche Temperaturschwankungen zur Folge hatte. Die Integration elektronischer Temperaturfühler, Sanftanlaufkurven und exakt definierbarer Bremsrampen erlaubte erstmals die Etablierung standardisierter, temperaturkritischer Validierungsprotokolle im klinischen Bereich und in Blutbanken. Die mechanische Robustheit dieses Modells machte es weltweit zu einem Standard in der Transfusionsmedizin, wo verlässliche Schwerstarbeit unter exakter Kühlung gefordert war.

Kontaktdaten
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Hersteller gemäß GPSR
Hettich