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gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 50 S mit Rotor 4296

gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 50 S mit Rotor 4296

Artikelnummer: H31292
HAN: 4905
Kategorie: Laborzentrifugen
  • Gebrauchsspuren
  • mit Rotor, Bechern und Einsätzen für 50ml-Falcon
  • max. 7.500 U/min (mit Rotor 4294: 4.500 U/min)
1.200,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • Gebrauchsspuren
  • mit Rotor, Bechern und Einsätzen für 50ml-Falcon
  • max. 7.500 U/min (mit Rotor 4294: 4.500 U/min)
Beschreibung

Hersteller/Typ: gebrauchte Kühlzentrifuge Hettich Rotixa 120 RS Typ 4271 Bj. 2006 mit Rotor 4296
Zustand:  gebraucht, funktionstüchtig, typische (moderate) Gebrauchsspuren, keine bekannten Mängel
Lieferumfang: wie abgebildet:

  • Hettich Rotixa 50 S (Typ 4905) 
  • Rotor 4296
  • 6 Becher 5051
  • je 2 Einsätze:
    • 5227 bis (12 x 82) mm
    • 5248 bis (17 x 100) mm
    • 5259 bis (29 x 115) mm (50mL-Falcon-Röhrchen)
    • 5264 bis (15 x 100) mm
    • 5281 bis (11 x 38) mm (1,5-2mL Eppendorf- oder Mikroreaktionsgefäße)
  • Anleitung als pdf

Lieferung /Abholung / Versand: Speditionstransport
weitere Daten (o. Gewähr): 

  • 240 Volt Wechselstrom
  • Netzfrequenz: 50 bis 60 Hertz
  • Stromaufnahme: 11 Ampere
  • Maximale Drehzahl des Grundgerätes: 7.500 Umdrehungen pro Minute
  • Kinetische Energie maximal (E kin): 65.000 Newtonmeter (Nm)
  • Antrieb: Frequenzgesteuerter, wartungsfreier Induktionsantrieb
  • Steuerung: S-Steuerung mit Mikroprozessor und 89 Speicherplätzen
  • Gehäusematerial: Verwindungsfreie Stahlrahmenkonstruktion, kratzfest lackiert
  • Schleuderraum: Rostfreier Edelstahl
  • Sicherheitseinrichtungen: Automatische Rotorerkennung, Deckelverriegelung, Deckelzuhaltung, Deckelfallsicherung, Notentriegelung und sensorbasierte Unwuchtabschaltung
  • Außenmaße Breite mal Tiefe mal Höhe: 650 mal 720 mal 1.030 Millimeter
  • Gewicht des Grundgerätes ohne Zubehör: zirka 115 Kilogramm
  • Maximal zulässige Dichte der Proben: 1,2 Kilogramm pro Kubikdezimeter
  • Werk-Nr. (Seriennummer): 0001170-03-00
  • Baujahr dieses spezifischen Artikels: 2006
  • Herkunftsland: Deutschland

Spezifische Daten mit dem installierten Ausschwingrotor 4296:

  • Rotortyp: 6-fach Ausschwingrotor für mittleres bis hohes Probenaufkommen
  • Anzahl der Plätze: 6 Gehängeplätze
  • Maximale Drehzahl mit Rotor 4296: 4.000 Umdrehungen pro Minute
  • Maximale Zentrifugalkraft (RCF) mit Rotor 4296: 3.631 x g
  • Maximale Belastung pro Rotorplatz: 250 Gramm inklusive Gehänge, Einsatz und Probe

Die Standzentrifuge ist ein robustes, mikroprozessorgesteuertes Großgerät, das für den intensiven Routineeinsatz in professionellen Labors konzipiert wurde. Sie besitzt ein stabiles Standgehäuse auf Rollen, welches eine flexible Platzierung im Laborraum ermöglicht, ohne wertvolle Arbeitsfläche auf den Labortischen zu beanspruchen. Der Innenkessel besteht aus glattem, leicht zu desinfizierendem Edelstahl, während die äußere Metallverkleidung durch eine stoß- und kratzfeste Lackierung geschützt ist. Die intuitive S-Steuerung erlaubt die präzise digitale Speicherung und den schnellen Abruf von komplexen Zentrifugationsprogrammen über eine Folientastatur. Ein Schlüsselschalter schützt die hinterlegten Protokolle vor unbefugten Änderungen im laufenden Betrieb. Integrierte Sicherheitsfeatures wie die automatische Unwuchtabschaltung, die motorisierte Deckelzuhaltung und eine Notentriegelung gewährleisten maximalen Anwenderschutz nach internationalen Sicherheitsstandards. Das Gerät kühlt über ein integriertes Luftstromsystem, um eine übermäßige Reibungserwärmung des Schleuderraums zu minimieren.

Typische Anwendungsbereiche in Medizin, Industrie und Life Sciences:

  • Medizinische Routinelaboratorien und Großpraxen zur massenhaften Trennung von Blutproben und Gewinnung von Serum oder Plasma
  • Klinische Chemie und Transfusionsmedizin zur Aufbereitung standardisierter Blutabnahmegefäße und Urinproben
  • Biotechnologische Institute zur effizienten Separation von Zellkulturmedien, Zellsuspensionen und Biomasse
  • Qualitätskontrolle in der Nahrungsmittelindustrie zur Separation von Lebensmittelproben und Phasentrennung von Extrakten
  • Chemische Industrie und Forschungsabteilungen zur Abtrennung von feinen Niederschlägen aus chemischen Synthesereaktionen
  • Umweltanalytik und Agrarlabore zur Sedimentation und Aufbereitung von Bodenproben oder Schlammsuspensionen

Vorteile:

  • Sehr hohe Probenkapazität und Durchsatz durch den 6-fach Ausschwingrotor im Vergleich zu Standard-Vierplatzrotoren
  • Extrem langlebige und verwindungsfreie Standkonstruktion sorgt für exzellente Laufruhe und hohe Drehzahlstabilität
  • Wartungsfreier und bürstenloser Frequenzantrieb minimiert mechanischen Verschleiß und laufende Betriebskosten
  • Umfangreicher Programmspeicher mit 89 Plätzen erlaubt eine exakte Reproduzierbarkeit unterschiedlicher Laborprotokolle
  • Hervorragender Anwenderschutz durch lückenlose sensorische Überwachung inklusive automatischer Rotorerkennung
  • Mechanischer Schlüsselschalter verhindert zuverlässig versehentliche Fehlbedienungen oder Datenänderungen durch Dritte

Nachteile:

  • Das Gerät verfügt in der S-Ausführung über keine aktive Kühlmaschine, weshalb Proben nicht unter die Umgebungstemperatur abgekühlt werden können
  • Hohes Eigengewicht von über einhundert Kilogramm erschwert den Transport über Treppen oder Absätze im Laborgebäude
  • Großer Platzbedarf als Standmodell blockiert feste Bodenstellfläche in beengten Laborräumen
  • Die Ersatzteilversorgung für die Elektronik und Displays der S-Steuerung aus der älteren Baureihe wird herstellerseitig zunehmend limitiert

Das physikalische Funktionsprinzip dieser Standzentrifuge basiert auf der systematischen Nutzung der Fliehkraft zur Trennung von Stoffen mit unterschiedlicher Dichte. Während der Rotation des Ausschwingrotors 4296 schwenken die am Rotor gelagerten Gehänge durch die Zentrifugalkraft in die exakt horizontale Position auf. Partikel mit einer höheren Dichte als die umgebende Trägerflüssigkeit wandern entlang der radialen Beschleunigungsachse geradlinig zum Boden des Probengefäßes. Da die Sedimentation im horizontalen Zustand rechtwinklig zum Gefäßboden erfolgt, lagern sich die Phasen exakt waagerecht ab. Beim kontrollierten Abbremsen schwenken die Becher materialschonend in die vertikale Ausgangslage zurück, wodurch ein unerwünschtes Aufwirbeln der getrennten Schichten effektiv unterbunden wird.

Geschichtlich betrachtet steht die Baureihe aus dem Jahr 2006 für den Höhepunkt der hochentwickelten, rein digitalen Mikroprozessorsteuerung bei klassischen Labor-Großzentrifugen, bevor die Industrie flächendeckend auf farbige Touch-Displays und vernetzte Lab-Software umstellte. Während frühere Generationen noch mit ungenauen analogen Zeitschaltuhren und mechanischen Bremsen arbeiteten, ermöglichte dieses Modell mit der S-Steuerung eine vollständig digitale Standardisierung von Anlauf- und Auslaufkurven. Die Implementierung der automatischen, herstellerseitigen Rotorerkennung eliminierte zudem das Risiko folgenschwerer Bedienfehler durch das versehentliche Überdrehen schwerer Rotoren. Damit setzte dieses System Maßstäbe für die prozesssichere Aufbereitung nach modernen Qualitätsmanagement-Richtlinien in der medizinischen Diagnostik.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Hettich