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gebrauchter Porzellan-"Mörser" Reibschale mit Pistill 21 cm innen rau

gebrauchter Porzellan-"Mörser" Reibschale mit Pistill 21 cm innen rau

Artikelnummer: K10c11.33
HAN: 181/8a
        Kategorie:         Apothekenauflösungen         Apothekenauflösungen    
  • groß ca. 210 mm Durchmesser
  • ugs.: "Mörser", jedoch rau
  • moderate Gebrauchsspuren aber keine Schäden
  • Mörser Rosenthal 181 8a mit PistillHaldenwanger 56-14
60,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
Hersteller:
  • groß ca. 210 mm Durchmesser
  • ugs.: "Mörser", jedoch rau
  • moderate Gebrauchsspuren aber keine Schäden
  • Mörser Rosenthal 181 8a mit PistillHaldenwanger 56-14
Stk.
Beschreibung

Porzellan -Reibschale mit Pistill
Hersteller:
Mörser Rosenthal 181 8a mit Pistill Haldenwanger 56-14
Ausführung: mit Ausguss
Nenndurchmesser innen: ca. 210 mm
Zustand: gebraucht, Gebrauchsspuren, keine Schäden

Weiteres:

Differenzierung und Begründung der Begriffe Mörser und Reibschale

In der Laborpraxis, Pharmazie und Chemie werden die Begriffe Mörser und Reibschale häufig synonym verwendet, obwohl sie historisch und funktional unterschiedliche Nuancen besitzen. Ein klassischer Mörser besitzt meist dickere Wände, eine tiefere Kugel- beziehungsweise Halbkugelform und wird vorrangig zum stoßenden oder drückenden Zerkleinern grober Substanzen genutzt. Eine Reibschale ist in der Regel flacher, breiter geformt und dient dem scherenden Zerreiben, Homogenisieren oder Mischen feiner Pulver unter Kreisbewegungen mit einem Pistill (Stößel). Bei Laborgeräten aus Hartporzellan wie dem Modell Rosenthal 181 greifen beide Bezeichnungen ineinander, da die Bauform nach DIN 12906 exakt die Anforderungen an beide Arbeitsweisen erfüllt. Die parallele Verwendung aller Begriffe (Mörser, Reibschale, Pistill, Stößel) ist in der Praxis sowie im Handel etabliert und fachlich korrekt, da Kunden sowohl nach einzelnen Komponenten als auch nach der Funktionskombination aus Schale und Reibwerkzeug suchen.

Technische Daten

Mörser / Reibschale:

Modellbezeichnung: Rosenthal 181 (Größe 8 / 8a)

Werkstoff: Labor-Hartporzellan

Oberflächenbeschaffenheit: Außen glasiert, innen rau unglasiert

Normung: In Anlehnung an DIN 12906

  • Innendurchmesser oben: ca. 215 mm (21,5 cm)
  • Höhe: ca. 125 mm bis 130 mm
  • Fassungsvermögen: ca. 2.000 ml (2 Liter)
  • Ausstattung: Integrierter Ausguss für das saubere Umfüllen flüssiger oder pulverförmiger Medien
  • Säure- und Laugenbeständigkeit: Sehr hoch gegen organische und anorganische Chemikalien (ausgenommen Flusssäure)
  • Temperaturbeständigkeit: Thermisch hochbelastbar, feuerfest und sterilisierbar
  • Ergänzendes Pistill / Stößel: Modellbezeichnung: Haldenwanger 56-14 (auch geführt als Modellreihe 56, Größe 14 bzw. 56/14)
  • Werkstoff: Hochwertiges Laborporzellan (Haldenwanger Hartporzellan)
  • Normung: Nach DIN 12906
  • Oberflächenbeschaffenheit: Stiel glasiert für ergonomisches und hygienisches Greifen, Reibkopf rau unglasiert für maximale Scherwirkung
  • Kopfdurchmesser: Große Ausführung abgestimmt auf Mörser mit großem Innendurchmesser (ca. 215 mm)
  • Ergonomie: Zylindrisch geformter Stiel

Das Modell Rosenthal 181 in der Größe 8 / 8a bildet in Kombination mit dem Pistill Haldenwanger 56-14 ein extrem leistungsfähiges System für die Probenaufbereitung im Labor. Die raue, unglasierte Innenfläche der Schale und der unglasierte Kopf des Haldenwanger-Pistills greifen bei der Mahlbewegung perfekt ineinander. Dadurch wird eine sehr hohe Scher- und Reibwirkung erzeugt, die Kristalle, Feststoffe und zähe Proben rasch homogenisiert. Der glasierte Außenbereich der Reibschale sowie der glasierte Griff des Pistills erleichtern die Reinigung und verhindern, dass Chemikalien an den Händen oder Außenwänden haften bleiben. Durch den angeformten Ausguss der Reibschale lassen sich fertig aufbereitete Pulver, Suspensionen oder Emulsionen verlustfrei umfüllen.

Typische Anwendungsfelder:

  • Pharmazeutische Rezeptur und Galenik zur Herstellung großer Mengen von Pulvermischungen, Salben, Pasten und Emulsionen
  • Chemische Analytik und Routinelaboratorien zur Aufbereitung umfangreicher Feststoffproben vor Reaktionen oder Analysen
  • Probenvorbereitung in der Biologie, Lebensmittelchemie und Agrarwissenschaft zum Mahlen von pflanzlichem Gewebe, Samen oder Böden
  • Mineralogie und Werkstoffprüfung zum Zerreiben harter mineralischer Substanzen
  • Historische Apothekenpraxis sowie handwerkliche Pigment- und Farbstoffherstellung

Vorteile:

  • Sehr hohe chemische Inertheit gegen fast alle Säuren, Laugen und organischen Lösungsmittel
  • Extrem abriebfestes Spezial-Hartporzellan beider Komponenten schützt Proben vor Verunreinigungen durch Eigenabrieb
  • Sehr hoher thermischer Widerstand, thermisch desinfizierbar und autoklavierbar
  • Hohe Standfestigkeit der Schale durch hohes Eigengewicht und massive Wandstärke
  • Optimal abgestimmte Rauheit von Reibschale und Pistillkopf für effizientes, feines Zerreiben
  • Glatt glasierter Stiel des Haldenwanger-Pistills ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten und einfache Hygiene

Nachteile:

  • Beide Komponenten sind empfindlich gegenüber starken mechanischen Schlagbelastungen oder Stürzen (Bruchgefahr)
  • Thermoschockempfindlich bei extrem abrupten Temperaturwechseln
  • Nicht geeignet für fluoridhaltige Substanzen wie Flusssäure, da diese das Porzellan angreifen
  • Aufgrund der rauen Reibflächen ist eine gründliche mechanische und chemische Reinigung erforderlich, um Kreuzkontaminationen zwischen verschiedenen Proben zu vermeiden

Das Geräteprinzip des Mörsers mit Pistill basiert auf dem mechanischen Zerkleinern und Zerreiben von Substanzen durch die Einwirkung von Druck- und Scherkräften zwischen zwei hart ausgebildeten Reibpartnern: der Reibschale und dem Stößel. Während durch Druck auf das Pistill Stoßenergie auf das Mahlgut ausgeübt wird, erzeugt die kreisende Bewegung des Pistillkopfes auf der rauen Schaleninnenfläche eine Scherkraft, die Partikel zerkleinert und pulverisiert.

Geschichtlich zählt das Ensemble aus Mörser und Pistill zu den ältesten Werkzeugen der Menschheit. Bereits in der Steinzeit wurden Muldensteine und Reibsteine zum Mahlen von Getreide und Pigmenten genutzt. Über die Antike bis in die Frühe Neuzeit entwickelten sich Mörser aus Bronze, Gusseisen oder Stein zum zentralen Instrument der Apotheker und Alchemisten. Mit dem Aufkommen der industriellen Porzellanherstellung im 18. und 19. Jahrhundert verdrängten Laborporzellan-Reibschalen und Porzellanpistille metallische Werkzeuge aus den Laboratorien. Porzellan bot erstmals eine vollkommen korrosionsfreie, chemisch neutrale und abriebfeste Reibfläche. Sowohl die Porzellanmanufaktur Rosenthal (Sparte Rosenthal Technik) als auch die Porzellanmanufaktur Haldenwanger prägten über Jahrzehnte als führende deutsche Hersteller den Standard für hochreines Laborporzellan nach DIN-Normen in europäischen Laboratorien.

 

 

 

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
CeramTec GmbH, CeramTec-Platz 1-9, 73207 Plochingen, Deutschland, info@ceramtec.de, https://ceramtec.de
Stk.