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gebrauchter Stahlmörser mit Pistill 90 cm

gebrauchter Stahlmörser mit Pistill 90 cm

Artikelnummer: K10c11.34
        Kategorie:         Historische Laborartikel, Deko         Historische Laborartikel, Deko    
  • sehr guter Zustand
  • aufgeraute Unterseite für besseren Halt und Vor-Zerkleinerung
25,00 €
exkl. USt. , zzgl. Versand
  • sehr guter Zustand
  • aufgeraute Unterseite für besseren Halt und Vor-Zerkleinerung
Stk.
Beschreibung

Stahl -Reibschale mit Pistill
Hersteller:
unbkannt
Ausführung: glatt
Durchmesser innen: ca. 90 mm
Zustand: gebraucht, wenige Gebrauchsspuren, keine Schäden

Weiteres:

Differenzierung und Begründung der Begriffe Mörser und Reibschale

In der Laborpraxis, Pharmazie und Chemie werden die Begriffe Mörser und Reibschale häufig synonym verwendet, obwohl sie historisch und funktional unterschiedliche Nuancen besitzen. Ein klassischer Mörser besitzt meist dickere Wände, eine tiefere Kugel- beziehungsweise Halbkugelform und wird vorrangig zum stoßenden oder drückenden Zerkleinern grober Substanzen genutzt. Eine Reibschale ist in der Regel flacher, breiter geformt und dient dem scherenden Zerreiben, Homogenisieren oder Mischen feiner Pulver unter Kreisbewegungen mit einem Pistill (Stößel). Bei Laborgeräten aus Hartporzellan wie dem Modell Rosenthal 181 greifen beide Bezeichnungen ineinander, da die Bauform nach DIN 12906 exakt die Anforderungen an beide Arbeitsweisen erfüllt. Die parallele Verwendung aller Begriffe (Mörser, Reibschale, Pistill, Stößel) ist in der Praxis sowie im Handel etabliert und fachlich korrekt, da Kunden sowohl nach einzelnen Komponenten als auch nach der Funktionskombination aus Schale und Reibwerkzeug suchen.

  • Modellbezeichnung: Stahl-Mörser mit doppelseitigem Pistill
  • Material: Massiver Werkzeugstahl / Gussstahl
  • Innendurchmesser der Schale: ca. 90 mm
  • Außendurchmesser der Schale: ca. 100 bis 102 mm
  • Besonderheit Schale: Aufgeraute Unterseite zur Standfestigkeit und Vorzerkleinerung
  • Pistill-Ausführung: Doppelseitiges Reibpistill mit zwei unterschiedlich großen Reibköpfen
  • Prägung / Kennzeichnung: Ziffer 1 sowie weitere Zeichen (vermutlich 00) auf der Unterseite
  • Beschreibung des Gerätes, typische Anwendungsfelder

Bei diesem Arbeitsgerät handelt es sich um einen schweren Stahl-Mörser mit einem doppelseitigen Pistill für den Einsatz im Laboratorium, in der Pharmazie und in der Werkstoffprüfung. Die Mörserschale besitzt einen Innendurchmesser von ca. 90 mm und einen Außendurchmesser von ca. 102 mm. Das mitgelieferte Pistill ist doppelseitig ausgeführt, wodurch dem Anwender zwei verschieden große Stößelköpfe für unterschiedliche Substanzmengen und Mahlgrade zur Verfügung stehen. Die aufgeraute Unterseite der Schale dient dem sicheren Halt auf der Arbeitsfläche während des Reibevorgangs und ermöglicht das Anreiben grober Materialproben.

Typische Anwendungsfelder:

  • Zerkleinern und Zerreiben harter, spröder oder kristalliner Proben im Chemielabor
  • Probenaufbereitung in der Geologie, Mineralogie und Metallurgie
  • Herstellung von Pulvermischungen in der pharmazeutischen Rezeptur und Galenik
  • Zerkleinerung von Metallspänen, Salzen und harten chemischen Verbindungen

Vorteile:

  • Hohe Schlag- und Bruchfestigkeit im Vergleich zu Porzellan- oder Glasmörsern
  • Doppelseitiges Pistill bietet zwei verschiedene Stößelgrößen in einem Werkzeug
  • Aufgeraute Unterseite sorgt für Rutschfestigkeit und zusätzliche Reibfläche
  • Sehr langlebige und schlagfeste Ausführung aus massivem Stahl

Nachteile:

  • Nicht geeignet für stark korrosive Säuren oder oxidierende Chemikalien
  • Im Vergleich zu Stein- oder Keramikmörsern höheres Eigengewicht
  • Kann bei Reibung mit sehr harten Mineralien metallischen Abrieb an die Probe abgeben

Das Arbeitsprinzip beruht auf der Kombination aus Druckkraft und Scherreibung. Durch das Drücken und Drehen des schweren Stahlpistills in der hemisphärischen Mahlmulde werden Kristallstrukturen und Feststoffe zerrieben. Mörser aus Eisen und Stahl haben eine jahrhundertealte Tradition in der Pharmazie, Probennahme und Metallurgie. Während Porzellanmörser für feine Pulver bevorzugt wurden, kamen Stahlmörser immer dort zum Einsatz, wo hohe Kräfte nötig waren und Sprödbruch von Keramikschalen vermieden werden musste.

Kontaktdaten
Frage zum Artikel (auch nach Verfügbarkeit)

Hersteller gemäß GPSR
Laboreinkauf.de, Dirk Freitag, Stemmer Landstr. 139, 32425 Minden, Deutschland, mail@laboreinkauf.de, https://www.laboreinkauf.de
Stk.